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Heft 236, April 2009  

 


Entscheid im Informalturnier 2006/2007, Abteilung Mehrzüger
Entscheid im 203. Thematurnier
Franz Pachl und Hermann Weißauer
: Neue Ideen braucht das Land
Nachtrag zum preisbericht für den Konstruktionswettbewerb
(205. TT der Schwalbe)
Hartmut Laue: Nachtrag zu "Rudenko - 70"
Aktuelle Meldungen
Fritz Hoffmann: Führen, Leiten, Lenken
Werner Keym: 150 Jahre Partielle Retroanalyse
Odette Vollenweider: Eindrückliches Erbe eines Meisters
Urdrucke
Lösungen der Urdrucke aus Heft 233, Oktober 2008
Bemerkungen und Berichtigungen
Turnierberichte

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Neue Ideen braucht das Land
(Wie die Weißauer-Bahnung zur Weißauer/Pachl-Bahnung mutierte)
von Franz Pachl & Hermann Weißauer (Ludwigshafen)

Als Hermann Weißauer 1978 die nach ihm benannte Bahnung kreierte, hatte er bestimmt nicht damit gerechnet, dass sich sein Einfall in der Problemwelt einen festen Platz sichern würde. Viele namhafte Problemkönner aus dem In- und und Ausland griffen seine Idee auf und schufen einige hervorragende Meisterwerke, die u.a. in den FIDE-Alben ihren Platz fanden.
Zur Gedächtnisauffrischung hier noch einmal die Definition: Schwarz-weiße Bahnung mit einem Einleitungszug eines schwarzen Langschrittlers zur Vernichtung hinderlicher Masse und erzwungener (an-timetakritischer) Bahnung dieser schwarzen Figur.
Das Stammproblem Nr. 1 veranschaulicht die Thematik:

1 Hermann Weißauer
Deutsche Schachzeitung 1978
1. Ehr. Erwähnung
2 Franz Pachl
Hermann Weißauer
Sächsische Zeitung 2004
4. Preis
3 Franz Pachl
Hermann Weißauer

Schach-Aktiv 2006
Lob
#3(12+10)#3(11+12)#3(13+13)

Themafiguren sind wTc8 und sTc1 sowie wLa8 und sLg2, die sich gegenüberstehen, dazwischen befinden sich die Sperrsteine wBc5 und wBd5. Nach dem Schlüsselzug 1.Kf8! droht still 2.Kg7 3.Lf6#. Schwarz ist nun gezwungen, die störenden Sperrsteine wegzuräumen 1.- T:c5 2.Sc2+ (die schwarze Figur wird zurückgeholt und bahnt für den wTc8) T:c2 (d:c2) 3.Sb3# (D:e3#) und 1.- L:d5 2.SD+ L:D 3.D:g7#.
Es gibt auch Aufgaben, die eine Dreifachsetzung beanspruchen, was aber bei keiner zutrifft, da nicht in allen drei Varianten der schwarze Stein für den weißen bahnt. Die erste einwandfreie Dreifachsetzung scheint demnach Nr. 2 zu sein, an der der Namensgeber mit beteiligt war.
Wunderbar ins Konzept passt der Bahnungsschlüssel 1.g6!, der die feine Drohung 2.Sf6+ K:f5 3.Ld7# einleitet mit den Varianten 1.- D:f4 2.Dg2+ Df3 3.D:f3#, 1.- L:f4 2.Te5+ L:e5+ 3.D:e5# und 1.- T:e3 2.Ld3+ T:d3 3.D:d3#. In allen drei Abspielen gibt es eine Opferbahnung. Vielleicht nicht besonders spektakulär, aber thematisch einwandfrei.
Auf der Suche nach neuen Möglichkeiten hatte Hermann den Gedanken, den Sperrstein wegzulassen und mit der schwarzen Figur zuerst in die Richtung des weißen Langschrittlers zu ziehen und anschließend zu bahnen. Dabei kann der bahnende Stein vor dem kritischen Feld stehen oder auch dahinter.
Wir schlagen für diese spezielle Form den Namen Weißauer/Pachl-Bahnung und folgende Definition vor: Schwarz-weiße Bahnung mit einem Einleitungszug eines schwarzen Langschrittlers und erzwungener (antimetakritischer) Bahnung dieser schwarzen Figur, "Weißauer-Bahnung " ohne Sperrstein.
Erstdarstellung ist Nr. 3 mit stiller Fortsetzung im 2. Zug. Wie bei manch anderen Premieren hat man da mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen, das volle Brett und die massive Stellung sind ein echter Beweis hierfür.

4 Franz Pachl
Hermann Weißauer

Problem-Forum 2006
Lob
5 Franz Pachl
Hermann Weißauer

Schachin Schleswig Holstein 2007
2. Ehr. Erw
6 Franz Pachl
Hermann Weißauer
Freie Presse 2007
#3(12+13)#3(10+9)#3(9+11)

Das Probespiel 1.Te8? (2.T:e6#) scheitert noch an 1.- Lc4!. Der Schlüssel 1.Dd2! wirkt trotz Heranführen der wD überraschend, es droht 2.Sg4+ T:g4/Kd5 3.Lg7/Le4# und zwingt Schwarz zu 1.- Td3 mit Annäherung zur wD (1.- T:d2 pariert die Drohung nicht). Jetzt schlägt das Probespiel durch, weil die Linie des sLe2 verstellt ist, 2.Te8 (3.T:e6#), Schwarz ist zu 2.- Td6 gezwungen mit Bahnung für die wD und 3.Sg4# (2.- T:e3 3.D:e3#). Nebenspiel: 1.- Ld3 2.f4+ T:f4/g:f4 3.e:f4/Sf3#. Schwächen sind sicher der wTc1, der nur für die Drohung benötigt wird und die Wiederkehr des Drohzuges Sg4 als Mattzug. Der schädliche Effekt des Zuges 1.- Td3 ist hier die Verstellung der Linie des sLe2 nach c4. Wie man sieht, muß der weiße Langschrittler nicht schon in der Ausgangsstellung auf der thematischen Linie stehen. Wenn man mit stillen Fortsetzungen arbeitet, muß man für Schwarz schädliche oder für Weiß nützliche Effekte des schwarzen Themazuges der Weißauer/Pachl-Bahnung einbauen.
In Nr. 4 nutzt Weiß die Linienöffnung des sTc4, um seinen L still nach b5 zu bringen. Widersacher sind der wTc1 und der sTc4 mit dem noralgischen Punkt c5. Der Schlüsselzug lautet 1.L:d3! und droht 2.L:e4+ K:e4 3.Df3#. Der sTc4 nähert sich nun seinem Kontrahenten (1.- Tc3), was der wL ausnutzen kann, um nach b5 zu gelangen (2.Lb5) und 3.De5# zu drohen. Nun folgt der Bahnungszug 2.- Tc6 mit Überschreitung des kritischen Punktes c5 und Weiß kann mit 3.S:b4 mattsetzen. Schlägt Schwarz mit seinem anderen Turm den wL (2.- T:b5), folgt 3.S:c7#. Nebenspiel: 1.- e3 2.g:f3 3.Le4# und 1.- e:d3 2.Tel 3.Te5#.
In beiden Aufgaben steht der bahnende Stein vor dem kritischen Feld und es gibt es nur eine Themavariante, aber bei stillen Fortsetzungen sind zwei Abspiele sehr schwierig zu verwirklichen, aber vielleicht nicht unmöglich.
Mit schachbietenden Fortsetzungen im zweiten Zug war eine Doppelsetzung natürlich nicht mehr allzu schwierig. Nr. 5 ist eine rundum gelungene Uraufführung mit der Besonderheit, dass beide Bahner hinter den kritischen Feldern d4 und e5 stehen, womit diese in der Ausgangsstellung von Weiß schon beherrscht werden. Hier sehen wir eine weitere Möglichkeit, wie man den ersten schwarzen Themazug zum Vorteil nutzen kann, Tempogewinn durch Schachgebot, nachdem die schwarze Figur die Linie zum sK geöffnet hat.
Die sich gegenüber stehenden Kontrahenten bei Nr. 5 sind wTa5/sTf5 und wLb6/sDe3 mit den kritischen Feldern e5 und d4. Die Satzflucht 1.- K:f3 ist mit 2.Dg2# abgedeckt. Der wSf3 würde gerne auf g5 und d2 mattsetzen, aber dem stehen noch der sTf5 und die sDe3 im Wege. Durch den Umwandlungsschlüssel 1.c8=S! (droht 2.S:d6+ K:f3 3.Dg2#) werden die beiden Verteidiger gezwungen, die Linien g6-e4 und e1-e4 zum schwarzen König zu öffnen (1.- Td5/Dc5). Nun folgen die beiden Schachgebote 2.Dg6+/Te1+, Schwarz kann nur bahnend in die Fesselung ziehen (2.- Tf5/De3) und der wS vollendet unter Ausnutzung der Fesselung (3.Sg5/Sg2#). Nebenspiel: 1.- D:f2 2.D:f2 Td5 3.Te1#.
Wenn der bahnende Stein in eine Fesselung zieht wie in Nr. 5, kann der Stein, für den gebahnt wird, auch den Mattzug ausführen. Eine reizvolle und attraktive Variante, die wir sofort austesteten. Es entstand Nr. 6, die leider etwas schematisch rüberkommt, symmetrisch angehaucht ist und einen zurechtstellenden Schlüsselzug vorweist.
Themafiguren sind wTc6 und sTc1 sowie wTe6 und sDe3 mit den kritischen Felder c4 und e4. Nach 1.f3! droht 2.Sb5+ Kd5 3.Te:d6#. Nun treten die Bahner auf und nähern sich ihren beiden Widersachern, um das Drohfeld b5 ins Visier zu nehmen (1.- Tc5/De5). Sie werden von der wD mittels Schachgebot zurückgeholt (2.Da1+/Df2+) und müssen in die Fesselung ziehen (2.- Tc3/De3), worauf Weiß mit Tc4 und Te4 mattsetzen kann. Nebenspiel: 1.- D:e6 2.Df2+ De3 3.Sb5# und 1.- S:c7 2.Te:d6+ Sd5 3.T:d5.

7 Franz Pachl
Hermann Weißauer

Die Schwalbe 2007
8 Franz Pachl
Hermann Weißauer

Problem-Forum 2008

9 Franz Pachl
Hermann Weißauer

Sächsische Zeitung 2006
1. Ehr. Erw.

#3(12+11)#3(12+8)#4(8+10)

Wesentlich interessanter wird es, wenn man eine vertikale und eine diagonale Linie verwendet, aber speziell die diagonale Linie bietet nicht so viele Möglichkeiten. Aber mit etwas Phantasie überwindet man auch diese Schwierigkeiten. Wir mußten erst auf Idee kommen, ein kritisches Feld nicht direkt neben dem sK zu platzieren, bevor Nr. 7 an einem Freitagabend im Schachklub entstehen konnte.
Die Themafiguren sind wLd8 und sLg5 sowie wTc7 und sTc2 mit den kritischen Feldern f6 und c5. Nach dem Schlüsselzug 1.Tf4! droht 2.Tf5+ K:e4 3.Sd6#. Die schwarzen Bahner müssen die kritischen Punkte überschreiten, um d6 zu decken 1.- Le7 2.Dh5+ Lg5 (der sL wird zurückgeholt) 3.Lf6# (der wL folgt ihm) und analog 1.- Tc6 2.Db2+ Tc3 3.Tc5#. Nebenspiel: 1.- d:e2 2.Tc5+ T:c5 3.Tf5# und 1.- L:f4 2.e:f4+ K:f4 3.Sg6#. Der zurechtstellende Schlüsselzug wird durch die interessante Hin- und Rücklenkung mit Fesselungsnutzung im Mattzug etwas kompensiert.
Ein Jahr später entstand Nr. 8 mit gleicher Thematik und ohne den Makel eines zurechtstellenden Schlüsselzuges. Außerdem gibt es keine Nebenvarianten, wodurch die Thematik klar zum Ausdruck kommt. Wir hatten ganz vergessen, dass wir das Motiv der Verfolgung des bahnenden Steines im Mattzug schon dargestellt hatten. Wir denken, dass die Nr. 8 noch genug Eigenständigkeit besitzt, um die Publikation zu rechtfertigen. 1..Ld3! (2.Sf5+ e:f5 3.e3#) 1.- Tc3 2.Db6+ Tc5 3.Tc4# (2.- Lc5 3.Le5#), 1.- Lf4 2.D:d7+ Ld6 3.Le5# (2.- T:d7 3.Tc4#).
Die Weißauer/Pachl-Bahnung bietet auch Möglichkeiten für den Mehrzüger:
Im Pionierstück Nr. 9 duellieren sich der wTd1 und der sTd4 um das kritische Feld d5. 1.Lg3! droht 2.L:f4+ K:f4 3.Dg3# und zwingt den Schwarzen mit 1.- Td3 die Diagonale b2-e5 zu öffnen. Jetzt kommt Weiß mit Tempo bis nach h8, 2.Db2+ Td4 (der sT kehrt zurück) 3.Db8+ Td6 (Bahnung für den wTd1) 4.Sc6# unter Fesselungsnutzung des sTd6, oder 3.- Sd6 4.Dh8#.

10 Franz Pachl
Hermann Weißauer

Rochade-Europa 2007
11 Franz Pachl
Hermann Weißauer

Schach 2007
12 Franz Pachl
Hermann Weißauer
Schach 2008
#5(7+13)#4(11+11)#4(10+10)

In Nr. 10 stehen sich der wTd6 und die sDd2 gegenüber, der kritische Punkt ist d4. Der raumgreifende Schlüsselzug 1.Dh1! droht 2.Dh4# und lenkt den sT aus der d-Linie 1.- Tg7. Mit 2.Sd5+ wird die sD zu D:d5 mit Überschreitung von d4 und Öffnung der Linie c1-f4 gezwungen und nach 3.De 1+ zur Rückkehr in die Fesselung und Bahnung für den wTd6, der mit 4.Td4+ das Ende für Schwarz einläutet, 4.c:d4 5.T:d4#.
Beide Beispiele begnügen sich mit einer Variante und wir suchten nach einem Schema für zwei Varianten. Dass wir mit Nr. 11 dieses Vorhaben meisterten, ist vor allem ein Verdienst von Hermann, der mit unglaublichem Konstruktionsgeschick und viel Fleiß das Werk vollendete. Lf8/Lc5 sowie Tf7/Tf3 sind die Kontrahenten mit den kritischen Punkten d6 und f5. Nach dem Opferschlüssel 1.Lb5! droht 2.Dc4#. In der Variante 1.- L:b5 lenkt Weiß den sLc5 mit 2.Se7+ L:e7 über d6, dann mit 3.D:b5+ Lc5 in die Fesselung und 4.Td6#. In der zweiten Variante 1.- Se2 wird der sTf3 mit 2.Sf6+ T:f6 über f5 gelenkt, nach 3.Dhl1+ Tf3 zurück in die Fesselung und 4.Tf5#.
Nr. 12 arbeitet zum ersten Mal mit einer stillen Fortsetzung im Vierzüger. 1.Te6? (2.Le4+ f:e4 3.f:e4#) kommt wegen 1.- b1=D! zu früh. Nach 1.Tc2! (2.Sb6#) Tc4 stehen sich beide Türme gegenüber. Nach 2.Te6! (3.Le4+ f:e4 4.f:e4#) nähert sich der schwarze dem weißen Turm und fesselt mittels 2.-Tc3 den wBf3 im Voraus. Mit dem ebenfalls stillen 3.Le7 (4.T:d6#) wird der sT zur Bahnung über das kritische Feld c5 gezwungen, 3.- Tc6 4.Sf6#.

13 Franz Pachl
Hermann Weißauer

Problem-Forum 2007 (V.)
1. Ehr. Erw.
14 Franz Pachl
Hermann Weißauer

Probleemblad 2007
15 Franz Pachl
Hermann Weißauer

Die Schwalbe 2007
#4(10+12)#4(10+10)#4(10+12)

Durch die intesive Beschäftigung mit der Materie kamen wir auf die Idee, einen schwarzen Sperrstein zu verwenden, was eventuell neu sein könnte und komponierten Nr. 13, 14 und 15. Wir schlagen dafür die Bezeichnung Weißauer/Pachl-Bahnung, Form II mit folgender Definition vor (die Weißauer Pachl-Bahnung ohne Sperrstein nennen wir Form I): Schwarz-weiße Bahnung mit einem Einleitungszug eines schwarzen Langschrittlers und erzwungener (antirnetakritischer) Bahnung dieser schwarzer. Figur, "Weißauer-Bahnung" mit schwarzem Sperrstein., der von Weiß unter Opfer geschlagen wird. Die Darstellung dieser Idee verlangt mindestens vier Züge.
In Nr. 13 sind die Gegenspieler wTc2/sTc6 und wDf8/sTf4. Der unscheinbare Schlüsselzug 1.Tg3! droht vollzügig 2.Te2+ f:e2 3.Te3+ Kd4 4.Sc2#. Nach Weglenkung des sLb2 von c3 (1.- Lc1) schlägt Weiß den sBc3 mit Schach (2.S:c3+), der sTc6 verbahnt die Linie des wTcl (2.- T:c3), wird mit 3.D:a8+ zur Bahnung für den wTc2 in die Fesselung gezwungen (3.- Tc6) und Matt durch den wT (4.Tc5#). Pariert Schwarz das Schach im 3. Zug mit 3.- d5, folgt 4.D:d5#. Analog verläuft die zweite Variante: 1.- Sf1 2.S:f6+ T:f6 3.T:g4+ Tf4 4.Df5#.
In Nr. 14 will Weiß am Schluss mit der weißen Dame auf h6 und fl mattsetzen. Dazu müssen die beiden Sperrsteine Be6 und Bd3 liquidiert und anschließend der sT und die sD bis nach h6 und f1 bahnen. 1.Lh5! (droht 2.g3#) 1.- g4 2.S:e6+ T:e6 3.Lh6+ T:h6 4.D:h6# und 1.- S:g2 2.S:d3+ D:d3 3.Tf1+ D:f1 4.D:fl# (3.- Df3 4.T:f3#). Leider war es nicht möglich, die sD auf die Bahnungslinie zu stellen.
Nachdem Weiß fast ausschließlich schwarze Linienöffnung zum Tempogewinn durch Schachgebot nutzen konnte, zeigt die Nr. 15 ein neues und amüsantes Motiv. Bahnung für einen weißen Stein, was wunderbar zur Weißauer/Pachl-Bahnung paßt. Der Schlüsselzug lautet 1.Lc4! und droht 2.Sb3#. Gebahnt wird hier zweimal für die weiße Dame, die sLd2 und sTb6 gegenüber steht, dazwischen die schwarzen Sperrsteine Bf4 und Be6. Nach 1.- Sa1 wird der Sperrstein auf f4 mit 2.T:f4+ entsorgt, 2.- L:f4 bahnt für den wLc1 und es folgt 3.Le3+, 3.- L:e3 nutzt die weiße Dame als Zielbahnung mit 4.D:e3#. (2.- e:f4 3.D:g7+ e5 4.D:e5# und 2.- e4 3.T:e4#). Pariert Schwarz mit 1.- La4, geht es weiter mit 2.S:e6+ (Eliminierung des schwarzen Sperrsteins) 2.- T:e6 (Bahnung für den weißen Turm) 3.Td6+ T:d6 (Zielbahnung für die weiße Dame) 4.D:d6#. Das die Lösung erschwerende und den Gesamteindruck störende Nebenspiel 1.- T:b4 2.D:g7 (3.D:e5#) 2.- Dh8+ 3.D:h8 ~ 4.D:e5#, 2.-Db8 3.D:d7+ K:c5/Td7/Dd6 4.Tc6/S:e6/D:d6,S:e6# war leider nicht zu umgehen.
Wir würden uns freuen, wenn weitere Komponisten diese Idee aufgreifen würden, denn wir sehen noch viele ungenutzte Möglichkeiten. Es fehlt z.B. eine Darstellung in zwei Varianten mit stillen Fortsetzungen, und selbstverständlich ist im logischen Mehrzüger einiges zu erwarten. Viel Erfolg wünscht das Ludwigshafener Autorenduo.

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