Sie befinden sich hier

Kaiserin (Speckmann-100-Gedenkturnier)

Die Schwalbe schreibt aus Anlass des 100. Geburtstages ihres langjährigen früheren Vorsitzenden Werner Speckmann ein Thematurnier aus.

Werner Speckmann hatte sich - u.a. in seinem Buch Fremdlinge auf dem Schachbrett - intensiv mit dem Gebrauch von Märchenfiguren auseinander gesetzt. Vor allem bei Verwendung relativ "orthodoxer" Märchensteine bleiben viele Rahmenbedingungen unverändert, und dennoch erschließen sich neue Horizonte.

Gefordert sind direkte Mattaufgaben in n Zügen mit der Märchenfigur Kaiserin (Kombination von Turm und Springer; KS = T + S).

(Andere Märchenfiguren oder Märchenbedingungen sind nicht zugelassen.)

210th Theme Tourney: Empress (Speckmann 100 Memorial) for direct #n with the fairy piece empress (combination of Rook and Knight). No other fairy chess elements allowed.

Ein gleichartiges Thematurnier, beschränkt auf Matts in 2 und 3 Zügen, fand 1887 in Amerika statt. Alle damals resultierenden Probleme wurden 1889 in dem Bändchen Chancellor Chess von Benjamin Foster veröffentlich. (Seither gab es nur vereinzelte Bemühungen. Moderne Problemschachthemen sind in Aufgaben mit der Kaiserin erst in Ansätzen erprobt worden.) Drei Beispiele aus jüngerer Zeit sollen zur Illustration dienen.

Weitere neun Beispiele vom 1887er Turnier sind dem Artikel Des Kanzlers neue Kleider von Michael Burghardt zu entnehmen, erschienen im aktuellen Schach-Kalender 2013 (Edition Marco Berlin). Dieser Artikel ist auch als PDF-Datei auf Jurai Lörincs Homepage (unter Quick points verfügbar: http://www.jurajlorinc.com/chess/MB-Kanzler.pdf.

Hans Gruber und Michael Burghardt

Peter Kniest

feenschach (v) 1972

wKe7, wTUa4, wSc2, wBb6, sKd5, sBb7

#3
= Kaiserin (T+S) (4+2)

1. Se1 [2. Sd3 3. KSb4#] Kc6 2. KSB4+ Kc5 3. Sd3# 1. ~ Ke5 2. Sf3+ Kd5/Kf5 3. KSc3/KSh4#

Zdenek Mach

Springaren (v) 1951

wKf8, wDg8, wLb8d5, wTUd6, sKe5, sSc7d2, sBe3h4

#2
= Kaiserin (T+S) (5+5)

1. Le4 [2. KSe6#] S:e4/K:d6 2. KSd5/Dd5#.

Jan van Woerden

Probleemblad 2006

wKe7, wLg8, wSh6, wTUe2, wBc2, sKe5, sTd1, sLa2, sSb3, sBd7e4

#2
= Kaiserin (T+S) (5+6)

1. KSe3 [2. KSf5#] Tf1/Sd4/Kd4 2. KSd5/KSg4/KSc4#

Preisrichter: Günter Büsing
Einsendeschluss: 21. August 2013 (Werner Speckmanns 100. Geburtstag)
Turnierleiter (Einsendungen an): Hans Gruber.
Bevorzugt per Email (bitte als Textdatei, nicht als Bilddatei oder PDF-Datei) an hg.fee@t-online.de (in Ausnahmefällen postalisch an: Ostengasse 34, D-93047 Regensburg).

Judge: Günter Büsing
Closing Date: August 21st, 2013
Tourney director (entries to): Hans Gruber.
Email submission preferred (plain text files, please): hg.fee@t-online.de (only in exceptions via letter to Ostengasse 34, D-93047 Regensburg).

Jubiläumsturniere für Zdravko Maslar, Hans Peter Rehm und Hemmo Axt

feenschach schreibt aus Anlass des 80. Geburtstags von Zdravko Maslar das 68. feenschach-Thema-Turnier aus. Verlangt werden Aufgaben mit Maslar-Thema - wenn möglich in Kombination mit dem Kniest-Thema. Einsendeschluß ist der 31.7.2013; vollständige Ausschreibung als PDF-Dokument.

Die Schwalbe und feenschach schreiben aus Anlass des 70. Geburtstags von Hans Peter Rehm ein Thematurnier in zwei Abteilungen aus: A) Rehm-Mechanismus - B) Rehm-Thema (Rehmer). Einsendeschluß ist der 31.7.2013; vollständige Ausschreibung als PDF-Dokument (aktualisiert am 17.2.2013).

Die Schwalbe und feenschach schreiben aus Anlass des 70. Geburtstags von Hemmo Axt ein Thematurnier aus. Verlangt werden Aufgaben mit Platzwechsel-Inder, Platzwechsel-Maslar, Platzwechsel-Rehmer gemäß folgender Definition: Ein (Märchen-)Langschrittler und irgendein beliebiger (Märchen-)Stein wechseln die Plätze und bilden eine Inder-, Maslar- oder Rehmer-Situation, die spielt. (Im Unterschied zum gewohnten Inder, Maslar oder Rehmer wird der Schnittpunkt also nicht überschritten, sondern vom Langschrittler "nur" verlassen.). Einsendeschluß ist der 31.7.2013; vollständige Ausschreibung als PDF-Dokument.

Ausschreibung zum Rainer-Ehlers-Gedenkturnier (gleichzeitig 208. TT der Schwalbe)

Am 7. Oktober 2011 verstarb 48-jährig der Lüneburger Problemfreund Rainer Ehlers, der bis dahin achteinhalb Jahre die Mehrzügerspalte der Schwalbe geleitet hatte. Als Komponist schuf er schwerpunktmäßig komplexe logische Mehrzüger mit Schnittpunktthemen. Der Nachruf im Heft Dezember 2011 zeigt eine Reihe typischer Aufgaben.

Zum Gedenken an Rainer Ehlers schreibt die Schwalbe hiermit ein internationales Kompositionsturnier für Mehrzüger aus. Gefordert sind orthodoxe direkte Mattaufgaben in vier oder mehr Zügen, die in mindestens einer Phase eine Linienverstellung (weiß, schwarz oder gemischtfarbig) zeigen, die im weiteren Verlauf genutzt wird.

Die Aufteilung des Preisfonds in Höhe von 300 EUR obliegt dem Preisrichter Dieter Werner.

Einsendungen sind in leserlicher Qualität mit Kontrollnotation und kommentierter Autorlösung bis zum 30.04.2013 zu richten an den Turnierdirektor Carsten Ehlers, Wilhelmstrasse 41, D-38100 Braunschweig, Deutschland, oder per email an carsten-ehlers@web.de. Jeder Teilnehmer erhält den Preisbericht, der in der Schwalbe veröffentlicht wird. Um Nachdruck der Ausschreibung wird gebeten.

English summary:
In memory of the German composer and former editor of the moremover originals section, Rainer Ehlers, Die Schwalbe announces a composing tourney for moremovers. Required are orthodox direct-mates in four or more moves showing in at least one phase an interference (white, black or mixed-colour) that is utilised in the subsequent play. Clearly diagrammed entries, with the position also given in notation and a full solution with composer commentary, are to be sent by 30.04.2013 to the tourney director Carsten Ehlers, Wilhelmstrasse 41, D-38100 Braunschweig, Germany, or by email to carsten-ehlers@web.de. Closing date: 30.04.2013; judge: Dieter Werner; prize fund: 300 EUR.


Ausschreibung zum 9. WCCT

Es folgen die Themen in deutscher Übersetzung. Im Zweifelsfall gilt der englische Text der offiziellen Ausschreibung. Er steht im Internet und kann direkt von der Schwalbe-Website erreicht werden. Dort gibt es auch aktuelle Informationen zum Turnier, insbesondere Auskünfte zu thematischen Fragen.

Themen

Abteilung A: Zweizüger
Gefordert sind Aufgaben, in denen zwei Verführungen die gleiche Drohung A haben, zwei weitere Verführungen die gleiche Drohung B. In der Lösung drohen weder A noch B, beide Züge kommen aber in Varianten als Mattzüge vor. Zwei Züge gelten als gleich, wenn der gleiche Stein - unabhängig vom Startfeld - auf das gleiche Zielfeld zieht oder schlägt. Mehrfachdrohungen gelten nicht als thematisch.

Richtende Länder in Abteilung A sind: Deutschland, Serbien, Slowakei, Rußland, Ukraine; Reserve Großbritannien, Slowenien.

Abteilung B: Dreizüger
Mindestens drei thematische Varianten bilden durch ein offenbares System von sowohl weißen als auch schwarzen Zügen (gleiche oder verschiedene) eine Einheit. Zum Beispiel: Züge durch den gleichen Stein (gleiche Steine), Züge auf das gleiche Feld, zyklisches Spiel, geometrische Einheitlichkeit, Batteriespiel... Die thematischen Elemente können an jeder einzelnen Zählstelle - also S1 oder S2 bei Schwarz, W2 oder W3 bei Weiß - auftreten oder auch verkettet an mehreren Zählstellen innerhalb einer Variante (S1 und S2 oder W2 und W3). Zwillingsbildung ist nicht erlaubt, eine Aufgabe kann aber mehrere Phasen (Satzspiel, Verführung(en)) enthalten. Dabei müssen die geforderten drei Themavarianten innerhalb einer einzelnen Phase unabhängig von anderen Phasen auftreten. Die Lösung muß zwingend das geforderte Thema enthalten, wobei eine eventuelle Drohung Themavariante sein darf.

Richter B: Frankreich, Niederlande, Rußland, Schweden, USA; Reserve Finnland.

Abteilung C: Mehrzüger
Das auf der wohlbekannten Idee der Siersbatterie basierende Thema könnte man als "unterbrochene Siers-Batterie" bezeichnen: In einem Vier- bis Sechszüger feuert im zweiten Zug eine weiße Batterie, bestehend aus einem Hinterstein und einem Vorderstein V auf den schwarzen König. Dabei zieht V vom Feld z auf das Feld x. Der sK betritt im 2. Zug ein Fluchtfeld, welches durch das Abfeuern der Batterie geschaffen wurde (durch Aufgabe einer Deckung oder Verstellung einer weißen Linie; es können auch mehrere Fluchtfelder gleichzeitig geschaffen werden). Der Mattzug der Aufgabe erfolgt durch V, wobei es nicht zu einer Rückkehr auf das Feld z kommen darf. Unmittelbar vor dem Mattzug muß V auf dem Feld x stehen. "Normale" Siersbatterie: Der Abzug des Vordersteins V einer Batterie gibt dem sK ein Fluchtfeld. Der sK betritt das Fluchtfeld und wird unmittelbar durch einen weiteren Zug von V (ausgenommen die Rückkehr) angegriffen.

Richter C: Deutschland, Finnland, Schweiz, Ukraine, Weißrußland; Reserve Rußland.

Abteilung D: Studien
In einer Gewinnstudie zieht die weiße Dame ohne zu schlagen, Schach zu bieten oder ein gegnerisches Schach zu parieren auf ein ungedecktes Feld auf dem sie unmittelbar von Schwarz geschlagen werden kann.

Richter D: Aserbeidschan, Finnland, Georgien, Rußland, Slowakei; Reserve Belgien.

Abteilung E: Hilfsmatts
Hilfsmatt in 3 Zügen. In jeder Phase könnte ein schwarzer Stein (Figur oder Bauer) hypothetisch vom Brett genommen werden, statt einen bestimmten Zug (den Themazug) auszuführen, und die Lösung oder das Satzspiel würde ebenso erfolgreich sein. Der Themazug darf dabei nicht der einzige legale Zug des Steins und darf auch kein Tempozug sein.
Sollten in einer Phase Themazüge von mehreren Steinen enthalten sein, so muß jeder einzelne Themazug die obigen Bedingungen erfüllen. Keine Phase darf mehr als einen Themazug durch den selben Stein enthalten.
Mindestens zwei Phasen sind gefordert. Diese können durch Satzspiel, Zwillingsbildung oder Mehrspänner erreicht werden. Nicht erlaubt sind Duplex, Zeroposition und Zwillungsbildung durch Farbwechsel aller Steine.

Richter E: Israel, Italien, Mazedonien, Tschechien, Ukraine; Reserve Schweiz.

Abteilung F: Selbstmatts
In einem Selbstmatt in 3-5 Zügen verteidigt sich Schwarz durch Linienverstellung eines schwarzen Steins, der in der Drohung mattsetzt. Das Schließen der Linie darf dabei auch antizipatorisch oder maskiert erfolgen. Die Themalinie kann eine sein, auf der der verstellte Stein in der Drohung zieht oder eine, auf der er Schach bietet. Der verstellte schwarze Stein muß im weiteren Verlauf der Variante eine Rolle spielen.

Richter F: Bulgarien, Deutschland, Israel, Schweiz, Weißrußland; Reserve Slowakei.

Abteilung G: Märchenschach
Verlangt werden Hilfsselbstmatts in 2-4 Zügen, die Anti-Batterie-kritische Züge durch chinesische Steine (Leo, Pao, Vao, Nao) zeigen. Satzspiel, Mehrspänner und Zwillinge sind erlaubt. Nicht erlaubt sind Duplex, Zeroposition und Zwillingsbildung durch Farbwechsel aller Steine.


Hilfsselbstmatt in n Zügen (HS#n): Weiß zieht an und läßt sich von Schwarz in n Zügen matt setzen; Schwarz hilft dabei - bis auf den schwarzen Mattzug, der wie im Selbstmatt erzwungen werden muß. Beide Parteien bleiben an das Selbstschachverbot gebunden.
Anti-Batterie-kritischer Zug: Ein chinesischer Stein A zieht auf einer kritischen Linie und überschreitet dabei schlagfrei ein kritisches Feld x. Anschließend zieht ein anderer Stein B der gleichen Farbe wie A auf das Feld x mit einem positiven Linieneffekt entlang der kritischen Linie (ermöglicht es A Schach zu bieten, zu decken, zu schlagen, zu fesseln...).
Leo: Zieht (schlagfrei) wie eine Dame, schlägt auf Damenlinien über einen beliebigen Stein (Bock) beliebig weit hinter den Bock soweit die Felder frei sind.
Pao: Zieht (schlagfrei) wie ein Turm, schlägt auf Turmlinien über einen beliebigen Stein (Bock) beliebig weit hinter den Bock soweit die Felder frei sind.
Vao: Zieht (schlagfrei) wie ein Läufer, schlägt auf Läuferlinien über einen beliebigen Stein (Bock) beliebig weit hinter den Bock soweit die Felder frei sind.
Nao: Zieht (schlagfrei) wie ein Nachtreiter, schlägt auf Nachtreiterlinien über einen beliebigen Stein (Bock) beliebig weit hinter den Bock soweit die Felder frei sind.
Nachtreiter: Macht beliebig viele Springerschritte hintereinander auf derselben Geraden, wobei nur der letzte Schritt schlagen darf. Ein Nb1 nach e7 ist also auf c3 und d5, nach h4 auf d2 und f3, nach a3 überhaupt nicht verstellbar.

Richter G: Bulgarien, Japan, Slowenien, Schweden, Tschechien; Reserve Kroatien.


Impressum: Schwalbe, deutsche Vereinigung für Problemschach; Sitz: München.
Anschriften: siehe Vorstand
Internetauftritt: Gerd Wilts