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Heft 285, Juni 2017

 


Bernd Gräfrath: Günter Büsing 70 121
Hans-Peter Reich zum 50. Geburtstag 122
Armin Geister: Grußworte an Dieter Kutzborski zum 70. Geburtstag 123
Stephan Eisert: Tertius gaudens - Dieter Kutzborski zum 70. Geburtstag 124
Aktuelle Meldungen 125
Beitrräge 2017 129
FIDE-Album 2010-2012 129
Entscheid im Hertbert-Ahues-Gedenkturnier (217. Thematurnier der Schwalbe) 130
Rupert Munz: Informalturnier Rochade Europa 2014/2015, Mehrzüger 134
Godehard Murkisch: Friedhelm Schwieger zum Gedenken 138
Günther Weeth: Leserbrief zu "Nachtgedanken" 139
Silvio Baier: Reaktion zu "Nachtgedanken eines Preisrichters" 140
Urdrucke 147
Lösungen der Urdrucke aus Heft 282, Dezember 2016 156
Bemerkungen und Berichtigungen 175
Turnierberichte 175
Buchbesprechungen 178

 

Günter Büsing 70
von Bernd Gräfrath (Mülheim/Ruhr)

Eine der ersten Problemschachzeitschriften, von denen zufällig ein Heft in meine Hände geriet, war feenschach. Ich wunderte mich über die rätselhaften Märchenfiguren und über die unverständlichen Abkürzungen: Wer oder was ist ein "GüBü"? Als ich dann alte und neue Hefte von Die Schwalbe las, wurde mir bald klar, welche bedeutende Rolle Günter Büsing nicht nur für das deutsche Problemschach spielt. Unser Ehrenmitglied war (neben anderen wichtigen Funktionen) jahrzehntelang der 2. Vorsitzende der Schwalbe, und seine hilfreiche Tätigkeit geschieht oft im Hintergrund, so daß sie nicht immer deutlich sichtbar ist. Ich selber habe auch davon profitiert: Eigentlich wollte Günter ja schon 2014 in Dresden das Amt an einen Nachfolger weitergeben. Aber da Hans Gruber ihm mit der Nachfolgeregelung des 1. Vorsitzenden zuvorgekommen war, blieb Günter erst einmal im Amt, um mich im neuen Amt zu unterstützen. 2016 sorgte er dann für einen reibungslosen Übergang, indem er mit Thomas Brand einen Kandidaten für das Amt des 2. Vorsitzenden gewinnen konnte, der ebenso qualifiziert ist und mit dem ich mich ebenfalls hervorragend verstehe.

Günters freundliche und effiziente Art wird auch international geschätzt, weshalb schon mehrere Präsidenten des Problemweltverbandes ihn als Sekretär erwählt haben. Allen Schwalbe-Lesern ist Günter als regelmäßiger Verfasser des "Kalenderblatts" (und der aktuellen Meldungen) vertraut: Seine umfassend angelegte Schachbuchsammlung dient ihm als Forschungsinstrument, um verläßliche schachhistorische Artikel zu schreiben.

Günter Büsing

feenschach 1992

1. Lob

wKg3, wDh4, wTf3h1, wLc1, wSg1, wBa2b4c2d2e2f4g2h3,
sKe8, sDd8, sTa8h8, sLc8f8, sSb8e6, sBa7b7c7d7e7f7g7h7

Beweispartie in
20 Zügen
Duellantenschach (14+16)

Unter seinen Schachkompositionen begegneten mir zuerst einige Schlagschach-Studien, und später stieß ich auf seine frühe Beweispartie im Duellantenschach (siehe Diagramm, Lösung: 1.f3 Sh6 2.f4 Sf5 3.h3 Sh4 4.Kf2 Sf3 5.Kg3 Sg5 6.Kh2 Se4 7.Sc3 S:c3 8.b4 Sb5 9.De1 Sd4 10.Dh4 Sf3+ 11.Kg3 Sh2 12.Kf2 S:f1 13.Ke1 Sh2 14.Kd1 Sf3 15.Tb1 Se5 16.Tb3 Sc4 17.Tf3 Sb2+ 18.Ke1 Sa4 19.Kf2 Sc5 20.Kg3 Se6.). Hier beeindrucken die vielen Switchbacks des weißen Königs (nach g3 und nach e1) mit zwischenzeitlichen Duellantenwechseln sowie die lange eindeutige Route des schwarzen Springers.

Mit Günter teile ich auch das Interesse am Photographieren: Wenn ich bei Problemschachtreffen eine Spiegelreflexkamera mit mir herumtrage, dann trägt Günter oft zwei!

Im 2. Band von Caissas Schloßbewohner (Wegberg 1985) berichtet Günter davon, "seit kurzem Vater zweier Kinder" zu sein. Inzwischen ist er auch zum Großvater geworden. Das sieht man ihm allerdings nicht an: Schon seit vielen Jahren wirkt er deutlich jünger, als es in seinem Paß steht. Am 3. Mai 2017 wurde er nun überraschenderweise schon 70 Jahre alt, aber er ist frisch wie eh und je. Im Namen aller Schwalben gratuliere ich Dir herzlich, Günter, und ich wünsche mir noch ganz viele Kalenderblätter von Dir!


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