Sie befinden sich hier

 
Heft 234, Dezember 2008  

 


Günther Weeth: Legalisierung oder illegalisierung von Zügen in Proca Retraktoren
Schwalbe-Treffen vom 2. bis 5.10.2008 in Oestrich-Winkel
Protokoll der Jahreshauptversammlung
Entscheid im Kompositionsturnier Oestrich-Winkel 2008
Bernd Schwarzkopf: Ein neuer Wenigsteiner?
Entscheid im 201. Thematurnier der Schwalbe
Gerd Rinder: Konventionen bewegen sich von Piran bis Jürmala
Werner Keym: Ein Retrolook auf eine berühmte Retro-Miniatur
Entscheid im Nationalen Förderungsturnier 2008
Aktuelle Meldungen
Urdrucke
Lösungen der Urdrucke aus Heft 231, Juni 2008
Bemerkungen und Berichtigungen

621
626
628
631
634
634
638
641
642
645
647
655
678


Schwalbe-Treffen vom 2. bis 5.10.2008 in Oestrich-Winkel

Oestrich-Winkel, eine aus vier ehemals selbständigen Gemeinden entstandene Stadt im Herzen des Rheingaus, war Veranstaltungsort des diesjährigen Schwalbe-Treffens.
Bereits am Donnerstag waren viele Schwalben eingetroffen und wurden vom Märchensachbearbeiter der Schwalbe und Organisator des Treffens Arnold Beine in der "märchenhaften Landschaft des Rheingaus" begrüßt. Märchenhaft war auch das Thema des Kompositionsturniers, das AB in einem kurzen Vortrag vorstellte, gefordert waren nämlich Aufgaben mit sogannten "Märchenbatterien". Was dieser Begriff bedeutet und welche Ergebnisse das Turnier brachte, ist im Preisbericht von Hans Gruber in diesem Heft nachzulesen.
Der Freitag stand ganz im Zeichen des Weines. Erstes Ziel war dabei Schloß Johannisberg, ein heute zur Oetker-Gruppe gehörendes Weingut, dessen Anfänge auf Karl den Großen zurückzuführen sein sollen. Nach einer kurzen geschichtlichen Einführung ging es gleich in medias res: Barbara Beine führte durch den 900-jährigen Schloßkeller mit seiner Bibliotheca subterranea und lud dort anschließend zu einer Weinprobe ein.
Man tat gut daran, die anschließende Mittagspause für einen stärkenden Imbiß zu nutzen, denn den "nur" drei Weinen des Vormittags folgten am Nachmittag deren zehn! Im Gutsausschank des Weingutes Helmut Hanka lud Winzer Veit Hanka zu einem "Quertrunk" durch sein Angebot ein, angefangen bei einem Spätburgunder Rotwein und Weißherbst über Weißburgunder bis zu den diversen Rieslingen. Wer demnächst bei einem Problemfreund zu Besuch ist, sollte sich nicht wundern, wenn ihm ein "echter Hanka" kredenzt wird, nutzten doch etliche Schwalben die Gelegenheit, den gerade probierten Wein in größeren Mengen zu ordern oder gleich mitzunehmen.
Am Samstag stand zuerst die Besichtigung des schönen Städtchens Eltville auf dem Programm, bei der AB und BB als kompetente Stadtführer füngierten. Das nachmittägliche Quick-Solving-Turnier wurde wieder von Axel Steinbrink organisiert und sah im Ergebnis an der Spitze Boris Tummes (9,4 Punkte) vor Eberhard Schulze (7,8) und Wilfried Neef (7,2).
Es folgte die offizielle Begrüßung durch die Stadt, für die sich AB etwas ganz Besonderes hatte einfallen lassen: Nicht etwa wie sonst üblich der Bürgermeister oder Ortsvorsteher nahmen diese Aufgabe wahr, sondern mit der Winkeler Weinkönigin Kerstin Nägler eine leibhaftige Majestät, was unseren Vorsitzenden vor Probleme bei der korrekten Anrede stellte. "Natürlich" hatte Ihre Majestät auch etwas zum Probieren mitgebracht, was der ohnehin guten Stimmung nicht abträglich war. Über die Ergebnisse der Hauptversammlung gibt das folgende Protokoll von Günter Büsing Auskunft. Die abendlichen Vorträge boten ein abwechslungsreiches Programm: Zunächst stellte Werner Keym IC Nullsteiner vor. Martin Minski präsentierte seine Gemeinschaftsaufgabe mit Gunter Sonntag, die im gerade beendeten WCCT den ersten Preis in der Studienabteilung gewann. Nils Adrian Bakke und Andreas Thoma propagierten die neue Märchenbedingung "Haanover-Schach", deren Name durch die nahe Verwandtschaft zum Haaner Schach herrührt. Schließlich stellte Frank Fiedler aus seinem vor kurzem beendeten Geburtstagsturnier einige der ausgezeichneten Aufgaben vor.
Am Sonntag stand dann noch der Besuch von Rüdesheim an, den der Schreiber dieser Zeilen wegen der anstehenden langen Rückreise leider nicht mehr wahrnehmen konnte. Ein großes Dankeschön an die Organisatoren Arnold und Barbara Beine, die den zahlreich angereisten Schwalben ein abwechslungsreiches und genussvolles Programm boten. (VoGue)

Protokoll der Jahreshauptversammlung der "Schwalbe, deutsche Vereinigung für Problemschach", am 4.10.2008 in Oestrich-Winkel
Der 1. Vorsitzende Hans Gruber eröffnete die Versammlung um 16:10 Uhr und fragte, ob aus der Versammlung Ergänzungen zur Tagesordnung (1. Eröffnung, Tagesordnung, Protokoll; 2. Begrüßung, Gedenken, Ehrungen; 3. Protokoll 2007; 4. Jahresbericht des 1. Vorsitzenden, Berichte aus dem Vorstand, Aussprache; 5. Bericht der Kassenprüfer; 6. Neuwahl der Kassenprüfer; 7. Entlastung des Vorstands; 8. Neuwahl des Vorstands; 9. Schwalbetagungen 2009/2010; 10. Schach-Olympiade 2008 in Dresden; 11. Verschiedenes: 11.1 Ausstehende Preisberichte, 11.2 Mitgliederwerbung, Nachwuchsförderung, 11.3 Publikationen, 11.4 Weiteres) gewünscht seien. Das war nicht der Fall. Günter Büsing übernahm die Führung des Protokolls. Die Versammlungsteilnehmer trugen sich in eine Liste ein: Hemmo Axt, Karlheinz Bachmann, Nils Adrian Bakke, Arnold Beine, Thomas Brand, Wieland Bruch, Wolfgang A. Bruder, Günter Büsing, Mirko Degenkolbe, bernd ellinghoven, Kurt Ewald, Frank Fiedler, Hans Gruber, Volker Gülke, Bernd Horstmann, Olaf Jenkner, Michael Keller, Werner Keym, Jörg Kuhlmann, Hartmut Laue, Martin Minski, Godehard Murkisch, Wilfried Neef, Franz Pachl, Rainer Paslack, Hans Peter Rehm, Gerd Reichling, Andreas Rein, Stephen Rothwell, Michael Schlosser, Peter Schmidt, Bernd Schwarzkopf, Axel Steinbrink, Andreas Thoma, Boris Tummes, Günther Weeth, Hermann Weißauer, Klaus Wenda, Gerd Wilts, Volker Zipf (40 Teilnehmer).
Der 1. Vorsitzende begrüßte insbesondere den Ehrenvorsitzenden Hemmo Axt, die Ehrenmitglieder Hermann Weissauer (der an diesem Tag seinen 88. Geburtstag feierte), bernd ellinghoven und Günter Büsing sowie die ausländischen Mitglieder Klaus Wenda aus Wien und Nils A. Bakke aus Stjørdal (Norwegen).
Er dankte Arnold Beine und seiner Frau Barbara für ihr Engagement bei der Organisation der Tagung und richtete Grüße einiger Mitglieder und Mitarbeiter aus, die nicht kommen konnten: Heinz Däubler, Wolfgang Dittmann und Stefan Höning.
Die Versammlung gedachte der seit der letzten JHV in Forchheim 2007 verstorbenen Mitglieder Manfred Seidel, Hubert Bednorz, Jürgen Bischoff. Lennart Larsson, Erwin Masanek, Ludwig Zagler, Helmut Zajic, Byron Zappas und Klaus-Peter Zuncke.
Die Goldene Ehrennadel für 50jährige oder längere Mitgliedschaft wurde an Helmut Pruscha verliehen. Silberne Ehrennadeln für 25-jährige oder längere Mitgliedschaft erhielten Walter Ernstberger, Dieter Kutzborski und Peter Sickinger.
Das Protokoll der letztjährigen Versammlung, veröffentlicht in Die Schwalbe, Heft 228, Dez. 2007, wurde ohne Aussprache genehmigt.
Der 1. Vorsitzende wies in seinem Jahresbericht auf die erneut etwas rückläufige Zahl der Mitglieder hin (von 499 auf 495). Der Vorstand erwägt, bei den in den letzten Jahren neu eingetretenen Mitgliedern eine Umfrage durchzuführen, um die Motive, die zum Eintritt führten, zu erkunden, um danach eventuell zielgerichtet neue Mitglieder zu werben.
Er wies dann auf verschiedene Treffen hin, an denen Schwalbe-Mitglieder teilgenommen hatten: Meeting in Andernach; Besuch bei internationalen Treffen (Großbritannien, Niederlande, Frankreich, Serbien); zwei PCCC-Treffen; Deutsche Lösemeisterschaft. Das unter seiner Leitung durchgeführte 8. WCCT wurde soeben beendet, Russland gewann knapp vor Slowakei und Serbien. Die deutsche Mannschaft erzielte einen sehr guten 4. Platz, wofür Glückwünsche an den deutschen Kapitän Frank Richter und alle Komponisten ausgesprochen wurden. Spektakulär war der sensationelle Erfolg in der Studienabteilung (1. Platz Martin Minski und Gunter Sonntag; 4. Platz Wieland Bruch und Martin Minski). Außerordentlich bemerkenswert war weiter der 2. Platz in der Mehrzüger-Abteilung für Hemmo Axt und Frank Richter und der 7. Platz in der inoffiziellen Einzelwertung für Daniel Papack mit 55 Punkten (nur 12 Länder hatten mehr - incl. Deutschland)!
Der 1. Vorsitzende erwähnte die beim FIDE-Kongress in Jürmala beschlossene Kodex-Änderung, die auf eine Initiative von Werner Keym zurückging und die hoffentlich eine seit einem halben Jahrhundert strittig diskutierte Regelfrage klärt.
Der 2. Vorsitzende Günter Büsing sprach den Zeitschriften-Umlauf der Schwalbe an. Die Wiederaufnahme wurde vorbereitet und soll in absehbarer Zeit wieder gestartet werden.
Der Kassenwart Olaf Jenkner musste für das Jahr 2007 einen negativen Saldo von ca. 8300 EUR melden. Die außergewöhnliche Höhe lag unter anderem daran, dass die durch Lastschrift zu erhebenden Beiträge für 2007 (vermutlich mehr als 3000 EUR) noch nicht eingezogen wurden, dass einige nicht regelmäßig wiederkehrende Sonderausgaben anfielen (Druck der WCCT-Broschüre, Anschaffung neuer Ehrennadeln). Daneben belasten erhöhte Druckkosten die Kasse, und weitere deutliche Kostensteigerungen für Papier und Druckchemikalien stehen bevor.
Aufgrund der Finanzlage kam aus der Versammlung der Vorschlag, den Beitrag entweder sofort oder spätestens im Jahr 2010 zu erhöhen. Der Vorstand wies auf die lange Beitragskonstanz hin (seit 1996) und sieht auch die Notwendigkeit, in absehbarer Zeit eine Erhöhung vorzunehmen. Von einer sofortigen Erhöhung wurde abgesehen, da die derzeitige Vermögenslage dies noch nicht erfordert. Allerdings sollen die Rücklagen möglichst nicht verbraucht werden, um ggf. anfallende Sonderausgaben bestreiten zu können. Vermutlich wird daher im nächsten Jahr eine Beitragsanpassung erforderlich.
Schriftleiter Volker Gülke wies auf die seit der letzten Versammlung erschienenen 6 Hefte hin. Er hob die mehr als 31-jährige Sachbearbeitertätigkeit von Günter Lauinger hervor, der im Laufe des Jahres die Retro-Abteilung an Thomas Brand übergab. Er kündigte für den Dezember ein Sonderheft aus Anlass des Kompositionsturniers zur Schacholympiade in Dresden an.
Der FIDE-Delegierte bernd ellinghoven berichtete kurz über die Kongresse 2007 in Rhodos und 2008 in Jürmala. In Rhodos wurden einige Titel an deutsche Komponisten vergeben: Ralf Krätschmer, Dieter Werner, Martin Wessels und Rolf Wiehagen wurden FIDE-Meister, Hartmut Laue, Manfred Rittirsch und Thorsten Zirkwitz Internationale Meister. Auf dem Kongress in Jürmala wurden für das soeben beendete WCCI 2004-2006 Medaillen an Wieland Bruch und Juri Marker vergeben, die der Delegierte überreichte bzw. verschicken wird. Im übrigen verwies der Delegierte auf die in der Schwalbe veröffentlichten Berichte zu den Treffen.
Der DSB-Delegierte Kurt Ewald berichtete von zwei Hauptausschuss-Sitzungen des DSB, von denen die erste kurzfristig abgesagt wurde, während er an der anderen wegen Krankheit nicht teilnehmen konnte. Auf einer Tagung der Landespräsidenten fielen keine für die Schwalbe relevanten Entscheidungen. Kurt Ewald wies auf eine schwierige Situation im DBS-Präsidium hin, weil sowohl der Präsident als auch ein zu seiner Entlastung bestellter Vizepräsident beruflich stark belastet sind und der Leiter der DSB-Geschäftsstelle schwer erkrankt ist. Dies bedeute aber keine unmittelbare Belastung für die Schwalbe, die nach wie vor ein hohes Ansehen beim DSB hat. Die Wiederaufstockung des DSB-Zuschusses auf den Satz von 3000 EUR ab 2009 sei schriftlich zugesagt. Der DSB-Delegierte wies auch auf das seinerzeitige Protokoll über die Beitrittsverhandlungen der Schwalbe zum DSB hin, in dem sich der DSB verpflichtete, die Schwalbe auch finanziell zu unterstützen.
Turnierwart Axel Steinbrink berichtete über eine Reihe von Löseturnieren (in chronologischer Reihenfolge): a) WCSC 2007 Rhodos: im Open belegte Arno Zude punktgleich mit dem Sieger Comay den 2. Platz, und im nachfolgenden WCSC war der Sieger zum dritten Mal in Folge Großbritannien vor 2. Rußland und 3. Deutschland (Pfannkuche, Tummes, Zude; auch Einzellöser Frank Richter schnitt gut ab). In der Einzelwertung war Arno Zude auf Platz 5 bester deutscher Löser, b) Das Internationale Löseturnier (ISC) fand am 27.1.2008 mit 323 Teilnehmern bei 32 Turnieren in 27 Ländern statt und wurde von Boris Tummes gewonnen; Arno Zude belegte Platz 5. c) Die Europameisterschaft (ECSC) Ende März in Antalya fand ohne deutsche Beteiligung statt. Es siegte Serbien vor Rußland und Polen, d) Die deutsche Meisterschaft 2008 im April in Bünde sah 30 Teilnehmer aus 8 Ländern am Start. Sieger war Boris Tummes vor Dolf Wissmann (NL) und Arno Zude. Erwähnenswert war auch das Ergebnis von Matthias Terwey, der als Neuling einen guten Mittelplatz belegte und siebtbester Deutscher war. e) Beim WCSC 2008 in Jürmala (Lettland) konnte Boris Tummes im Open seine Siegesserie fortsetzen (5. Arno Zude). In der Mannschafts-WM wurde die deutsche Mannschaft (Tummes, Zude, Pfannkuche) nur vom punktgleichen, aber etwas schnelleren russischen Team übertroffen. Polen wurde Dritter. In der Einzelwertung gewann Piotr Murdzia vor Georgi Evseev (beide volle Punktzahl), Michael Pfannkuche verlor nur einen halben Punkt und erreichte mit 89,5 Punkten den 3. Platz. Ausblick auf kommende Löseturniere: Das nächste ISC findet am 25.1.2009 statt und steht wieder unter Axel Steinbrinks Gesamtleitung (deutsches Turnier in Münster). Deutsche Meisterschaft 2009 (24.-26.4.) in Aalen, Württemberg; Europameisterschaft (ECSC) 2009 im Mai in Belgrad; WCSC 2009 voraussichtlich im August in Rio de Janeiro. Für die deutschen Meisterschaften 2010 und 2011 sind Lübeck bzw. erneut Furth im Wald geplant.
Der Turnierwart appellierte an die Komponisten, ihm für Löseturniere (Original-)Aufgaben zur Verfügung zu stellen.
Weiterhin berichtete er über Manfred Seidels Schachnachlass. Die Bücher wurden in einer von unserem Bücherwart organisierten Versteigerung verkauft, 10% des Erlöses gingen an die Schwalbe. Die Pokale und Urkunden, die die deutschen Löser bei vielen WCSCs als Mannschaftspreise erzielten und sich in seinem Nachlass befanden, wurden nach Abstimmung mit den beteiligten Lösern dem Schachmuseum Ströbeck als Schenkung überlassen.
Der 1. Vorsitzende dankte allen, die zum Gedeihen der Schwalbe beigetragen haben, insbesondere bezüglich unserer Hauptaktivität, der Zeitschrift, aber auch der Tätigkeiten außerhalb der Vorstandsaufgaben: Garsten Ehlers (Adressverwaltung), bernd ellinghoven (Versand), Bernd Schwarzkopf (Inhaltsverzeichnis), Ralf Krätschmer (Bücherwart) sowie allen Sachbearbeitern.
Bericht der Kassenprüfer: Die Kassenprüfer konnten keinen Bericht abgeben, da der Kassenbericht erst unmittelbar vor der Versammlung fertiggestellt werden konnte. Es war daher auch nicht möglich, den Kassenwart auf dieser Versammlung zu entlasten.
Neuwahl der Kassenprüfer: Beide Kassenprüfer erklärten ihre Bereitschaft zur Fortsetzung ihrer Tätigkeit. Allerdings regte Peter Schmidt an, dass bei den Kassenprüfern ein reger Wechsel stattfinden könne und auch solle. Gerd Reichling und Peter Schmidt wurden per Akklamation wiedergewählt. Der 1. Vorsitzende dankte ihnen für ihren Einsatz.
Entlastung des Vorstands: Der Kassenwart konnte aufgrund der noch nicht erfolgten Kassenprüfung noch nicht entlastet werden. Die übrigen Vorstandsmitglieder wurden auf Antrag aus der Versammlung (Jörg Kuhlmann) einstimmig entlastet.
Neuwahl des Vorstands: Bernd Schwarzkopf übernahm die Leitung der Versammlung und dankte dem bisherigen Vorstand für seine Arbeit. Er bat die Versammlung um Vorschläge für die Neuwahl des 1. Vorsitzenden. Als einziger Kandidat wurde Hans Gruber zur Wiederwahl vorgeschlagen und bei eigener Enthaltung einstimmig gewählt. Er nahm die Wahl an und übernahm danach wieder die Leitung der Versammlung.
Anschließend wurden die übrigen Mitglieder des Vorstands einzeln gewählt. Es gab jeweils nur einen Vorschlag auf Wiederwahl der bisherigen Mitglieder, die jeweils ohne Gegenstimme in ihren Ämtern bestätigt wurden: Günter Büsing als 2. Vorsitzender, Olaf Jenkner als Kassenwart, Volker Gülke als Schriftleiter, bernd ellinghoven als FIDE-Delegierter, Kurt Ewald als DSB-Delegierter und Axel Steinbrink als Turnierwart.
Schach-Olympiade Dresden 2008: Während der Schach-Olympiade findet ein von Torsten Linß organisierter Kongress zum Thema "Schach und Mathematik" statt, in dessen Rahmen Hans Peter Rehm auch einen problemschachlichen Vortrag halten wird. Ferner organisiert Torsten Linß vom 21. bis 23.11.2008 ein Problemschachtreffen, in dessen Rahmen auch die Siegerehrung für das Olympia-Kompositionsturnier durchgeführt werden soll. Ein Flyer, der darauf hinweist, soll zur allgemeinen Verteilung an alle Olympiade-Teilnehmer vorbereitet werden. Eine weite Verbreitung des Ergebnisses wird vermutlich dadurch erreicht, dass die ersten Preisträger des Turniers im Tagungsbuch, das nach der Olympiade erscheinen wird, abgedruckt werden.
Schwalbetagungen 2009/2010: Es lagen keine konkreten Vorschläge für das nächste Jahr vor. Der Vorstand wird sich der Sache annehmen. Für 2010 wurde angedacht, das Treffen in Berlin durchzuführen. Ein entsprechender Vorschlag muss aber noch abgeklärt werden.
Verschiedenes: a) Die Initiative, länger zurück liegende Informalturniere abzuschließen, war erfolgreich, insbesondere durch den teilweisen Einsatz von Ersatzrichtem. Derzeit stehen nur noch drei Preisberichte zu Turnieren vor 2005 aus.
b) Das von Mirko Degenkolbe organisierte Förderungstumier hat nur ein enttäuschendes Ergebnis gebracht (sehr schwache Beteiligung und geringe Qualität).
c) Die im Vorjahr geäußerte Absicht, eine erweiterte Neuauflage des "Flugs der Schwalbe" noch in 2008 vorzulegen, konnte noch nicht realisiert werden. Die Vorbereitung der Neuauflage ist aber weit fortgeschritten.
d) Gerd Wilts berichtete über Änderungen in der Problem-Datenbank (PDB), die ja schon seit langem im Internet steht. Er hat die Struktur so geändert, dass Probleme jetzt online von Mitarbeitern, denen Zugriffsrechte eingeräumt werden, hinzugefügt oder bearbeitet werden können. Es wird erwogen, die Organisation der PDB zu verändern; Einzelheiten sind noch zu diskutieren.
Nachdem keine weiteren Wortmeldungen vorlagen, schloss der 1. Vorsitzende die Versammlung um 18:15 Uhr.
Hans Gruber / Günter Büsing
(I.Vorsitzender / Protokollführer)

Impressum  Datenschutz
Anschriften: siehe Vorstand
Internetauftritt: Gerd Wilts