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Heft 220, August 2006  

 


Chris Feather: Hilfsmatts im Vexierspiegel (XIV)
Peter Schmidt: Eine bemerkenswerte Studienidee
Entscheid im Informalturnier 1995–1997, Abt. Schachmathematik
Aktuelle Meldungen
49. World Congress for Chess Composition in Wageningen (Resultate)
Urdrucke
Lösungen aus Heft 217, Februar 2006
Bemerkungen und Berichtigungen
Turnierberichte
Buchbesprechungen

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49. World Congress for Chess Composition in Wageningen
Kurzbericht von Günter Büsing, bernd ellinghoven und Axel Steinbrink
X

Zu dem Treffen in Wageningen, das schon Gastgeber für den Kongress 2001 war, fanden sich wieder knapp 200 Teilnehmer aus 32 Ländern ein. Die deutsche Delegation war die zahlenmäßig stärkste und bestand aus Hemmo Axt, Arnold Beine, Günter Büsing, Mirko Degenkolbe, bernd ellinghoven, Hans Gruber, Volker Gülke, Dieter Müller, Wilfried Neef, Frauke Pabst, Michael Pfannkuche, Hans Peter Rehm, Ronald Schäfer, Michael Schlosser, Rolf Sieberg, Rainer Staudte, Axel Steinbrink, Boris Tummes, Thomas Walther und Arno Zude, außerden kamen als Tagesgäste noch Frank Richter, Friedrich Hariuc und Godehard Murkisch. Wie üblich, gab es neben dem offiziellen Programm (PCCC- und Subkommittee-Sitzungen, diverse Löseturniere, Vortragsabende) viel Gelegenheit zum informellen Austausch, gemeinsamem Komponieren oder anderer Aktivitäten wie etwa einem Besuch des nicht weit entfernt gelegenen Kröller-Müller-Museums mit seiner umfangreichen van Gogh-Sammlung und einem wunderschönen Skulpturengarten.

Kompositionsturniere
Es gab zwei „offizielle", d.h. vom Veranstalter ausgeschriebene Kompositionsturniere, für die 5 Tage zur Verfügung standen und in denen h#2er und Dreizüger verlangt wurden. Als Thema war – in beiden Abteilungen! – vorgegeben, dass Schwarz in seinem ersten Zug einen Stein von einem an seinen König angrenzenden Feld abziehen soll. Im 2. Zug soll Schwarz dann einen anderen Stein auf dieses Feld ziehen, was von Weiß als Block ausgenutzt wird. Ein besonderer Gag war, dass nur Gemeinschaftsaufgaben von Komponisten aus unterschiedlichen Ländern zugelassen waren – ob's der Völkerverständigung gedient hat? In der Hilfsmatt-Abteilung siegte das tschechisch/slowakische Gespann mit einer schönen dreiphasigen Darstellung (Diagr. 1: 1.S:f2 g:f8D 2.De4 D:f2#; 1.S:g5 g8D 2.Le4 D:g5#; 1.S:c3 g:h8D 2.e4 D:c3#), die zusätzlich drei D-Umwandlungen auf drei benachbarten Feldern und jeweils Matts auf den Feldern, auf denen der sSe4 im ersten Zug geschlagen hat. Die Dreizügerabteilung scheint weniger ergiebig gewesen zu sein (nur drei Auszeichnungen wurden vergeben). Hier siegte eine schweizerisch-serbische Kombination (Diagr. 2: Satz 1.– e4 2.Sg7#; 1.Lc1! droht 2.T:g5+ h:g5 3.g4#; 1.– e4 2.Db7 [3.D:e4#] 2.– Le5 3.Dh7#, 2.– e5 3.Df7# und 2.– Se5 3.Sd4#); Stocchi nach drei thematischen schwarzen Verteidigungen. Von den vielen weiteren, privat ausgeschriebenen Turnieren soll nur ganz kurz berichtet werden: Im Metaxa-Turnier wurden Selbstmatts in mindestens 5 Zügen und mit höchstens 15 Steinen gefordert, bei denen Weiß in mindestens zwei Phasen im letzten Zug auf das gleiche Feld zieht. Dem Gespann Kralin & Seliwanow gelang in der Kürze der Zeit mit ihrem Minimal, in dem beide weiße TT am Ende auf a7 landen, eine erstaunliche Leistung (Diagr. 3: 1.Th5! Kc7 2.Se2+ Kd6 3.Lf8+ Te7 4.Tf5 Ke6 5.Sd4+ Kd6 6.Td1 Kc7 7.Se6+ T:e6 8.Td7+ Kc6 9.Ta7+ T:e8# oder 1.– Kd6 2.Td1+ Kc7 3.Db8+ Kc6 4.Dc8+ Td7 5.De8+ Td7 6.Tb5 Kc7 7.Tb7+ Kc6 8.Dc8+ Tc7 9.Ta7+ T:c8#).

1 Michal Dragoun
Emil Klemanic
Wageningen 2006
5-Tage, Abt. 1
1. Preis
2. Chris Handloser
Martin Hoffmann
Marjan Kovacevic
Wageningen 2006
5-Tage, Abt. 2,
1. Preis
3. Nikolai Kralin
Andrej Seliwanow
Wageningen 2006
Metaxa-Turnier
1. Preis
h#2 3.1.1.1 (7+11) #3 (11+11) s#9 (9+2)

Im (rumänischen) Tzuica-Turnier wurden Hilfszwingmatts mit dem Dentist-Thema verlangt (Ein schwarzer Stein A entfesselt indirekt einen wStein B. Danach zieht B und zwingt A, ein Batteriematt zu geben). Michel zeigt in seinem Siegerproblem (Diagr. 4) eine Doppelsetzung des Themas und dazu noch eine komplizierte zweistufige Entfesselung des wSe3: 1.– d1T 2.Kc5 Td4 3.Sd1 Td3+ 4.Sf2 Te3 5.S2h3+ T:h3# und 1.– d1S 2.La5 Sf2 3.Sc2 Sd3+ 4.Sd4 Sc5 5.Sc6+ S:c6#. – Die stärkste Beteiligung (41 Bewerbungen) fand in diesem Jahr das Wodka-Turnier, in dem orthodoxe Direkt-, Hilfs-, Selbstmatts oder Studien mit aristokratischen, also bauernlosen Stellungen gefordert wurden. Unter den nicht differenzierten Preisen fand sich auch die eindrucksvolle Studie 5: Nach der selbstverständlichen Einleitung 1.– Sf5+ findet man nach einiger Analyse, dass alles andere als 2.Ke8! wirklich nicht zum Gewinn reicht. Nach 2.– De4+ kommt der überraschende Zwischenzug 3.Le5!! mit der Absicht, die sD später aufzugabeln. 3.– D:e5+ 4.Le6+ Kc7 5.Tf7+ Kd6 6.Sc4+ K:e6. Wenn W jetzt mit S:e5? fortsetzte, stünde er nach Sd6+ am Ende mit zwei Mehr-Springern im Regen. Um den Turm zu retten, wird er – ja, geopfert! 7.Tf6+!! D:f6 8.Sf4#. Ein Idealmatt mitten auf dem Brett. – Schließlich noch der Sieger im ältesten der privaten Turniere, dem Whisky-Turnier. Traditionell werden h#2er verlangt, diesesmal sollte in der Diagrammstellung ein sStein eine indirekte wBatterie maskieren, in einer Zwillingsfassung soll dann dieser sStein eine andere wBatterie maskieren. Mit Francescos attraktiver leichter Fassung kam die qualitativ am höchsten bewertete Aufgabe an die Spitze – was bei diesem nach Qualität und Schwierigkeit bewerteten Turnier nicht immer gelingt. (Diagr. 6 a) 1.Kc5 Sa3 2.Ld6 Tb5# und b) 1.Kd5 Te7 2.Sd6 Sb4#.)

4 Michel Vaillaud
Wageningen 2006
Tzuica-T.
1. Preis
5 Yochanan Afek
Wageningen 2006
Wodka-Turnier
Preis
6 Francesco Simoni
Wageningen 2006
Whisky-Turnier
1. Preis
hs#5 0.2.1... (5+12) Gewinn (6+3) h#2 b) c3 —> c6
(5+6)

7 Reto Aschwanden
Jean Marc Loustau

18. Spisska Borovicka-TT
1. Preis
#2 (11+11)
=Lion =T-Lion
=L-Lion
Zum Abschluss sei noch das von Peter Gvozdják bereits zum 18. Mal ausgetragene Spisska Borovicka-Turnier erwähnt. Anders als alle anderen Turniere war dieses bereits vorzeitig im Internet angekündigt, der Preisbericht wurde noch nicht im Abschlussbulletin abgedruckt (weil er erst einige Zeit später fertiggestellt wurde) und die Teilnahme war nicht auf Kongressteilnehmer beschränkt. Wieder wurden Zweizüger mit Cyclone-Thematik verlangt, diesesmal angereichert durch weißen fortgesetzten Angriff. Nur fünf Einsendungen könnten auf erhebliche Darstellungs-schwierigkeiten hindeuten!? An die Spitze gelangte das sich in hochkomplizierten Gefilden bestens eingespielte Team Aschwanden & Loustau mit einem Rice-Zyklus, der mit einem fortgesetzten Angriff dritten Grades und schwarzer fortgesetzter Verteidigung zweiten Grades kombiniert wird;Diagr. 7: Satz 1. – TLc2 2.D:f5#; 1.TLf3~? [2.D:f5#] 1.– Sd4 a 2.e:d6# C; 1.– Sg7! b 2.T:e7# A; aber 1.– Sg3!; 1.TLf6?! [2.D:f5#] 1.– Sd4~ a 2.Sd4# B; 1.– 1.– Sg7! b 2.e:d6# C, aber 1.– TLc2!; 1.TLf7! [2.D:f5#] 1.– Sd4~ a 2.T:e7# A, 1.– Sg7! b 2.Sd4# B, 1.– TLc2 2.La2#. (GüBü)


Ergebnisse der PCCC
Da diesmal Präsidiumswahlen anstanden, wiederholte sich das schon von vor 4 Jahren bekannte Spiel: Der russische Delegierte war diesmal nicht J. Wladimirow, sondern A. Seliwanow, der auch gleich ein buntes Wahlprogramm in englisch & russisch verteilte. Darin ging es um viel Geld und enge Zusammenarbeit mit der „Big FIDE", deren Vizepräsident er ist, verstärkte Aktivitäten für Wettbewerbe im Komponieren und Lösen; desweiteren um Werbung fürs Problemschach und Neuordnung bei der Herausgabe des FIDE-Albums in russisch & englisch. Neu war, daß sich drei neue Delegierte für Moldawien, Azerbeidschan und Kasachstan präsentierten, die nicht aus diesem Ländern kamen, was vom Noch-Präsidenten John Rice, der nicht erneut kandidieren wollte, mit viel Mühe unter Hinweis auf die Statuten, die derartige Vertretungen ausdrücklich nicht zulassen, abgelehnt wurde. In der lautstarken Auseinandersetzung erfuhren wir, daß Seliwanow in der „Big FIDE" zusätzlich als Delegierter des Irak aufgetreten sei. Eine polemische Bemerkung dazu war: dann könnte sich ja eine einzige Person die Ernennung (Papier genügt) von 10 nationalen Schachverbänden besorgen (z.B. aus Afrika) – und hätte dann 10 Stimmen in der Kommission. Dies scheint bei der „Big FIDE" alltägliche Praxis zu sein. Meine be=merkung war, daß gerade das Gegenteil richtig sei: daß der Delegierte von den Problemisten, die er in der Kommission vertritt, demokratisch gewählt werden sollte (was in den meisten Ländern immer noch nicht der Fall ist!).

Nach diesem Eklat und dem Rückzug der „Proxies" konnte John die Sitzung als „legal" deklarieren. Konkrete Ergebnisse gab es kaum. Der deutsche Antrag auf Kodex-Änderung (Klarstellung, daß im n#/s# schwarze Züge keine Duale sein können) wurde vertagt und wird uns in naher Zukunft noch intensiv beschäftigen. Es wurden Richter bestimmt für das neue FIDE-Album und die kommende Weltmeisterschaft. Leider kamen die konkreten Anträge (u.a. von Marjan Kovacevic) vom letzten Jahr zur Neuordnung der Vergabe von Meisterpunkten gar nicht auf die Tagesordnung. Stattdessen wurde viel Zeit darauf verwendet, diverse Löseveranstaltungen zu diskutieren. Wegen der politischen Situation in Israel hatte die Einladung für 2007 nach Bat Yam keine Chance gegen Varna an der bulgarischen Goldstrandküste; der Termin liegt noch nicht fest, soll aber in die erste Septemberhälfte fallen.

Bei der Präsidiums-Neuwahl siegte Uri Avner (neuer Präsident) deutlich (19:10 Stimmen) vor Andrej Seliwanow, Vize wurden Hannu Harkola, Marko Klasinc und Kjell Widlert. (-be-)

Löseturniere Wageningen 2006: Titelverteidiger siegen erneut
Das offene Lösungsturnier gewann zum Auftakt Michel Caillaud aus Frankreich. Auf den Plätzen 2 und 3 punktgleich Piotr Murdzia aus Polen und Anatoli Mukossejew aus Russland. Bester Deutscher auf Platz 5 Boris Tummes. (Weitere Platzierungen: 8. Zude, 38. Pfannkuche, 43. Neef, 57. Axt, 68. degenkolbe, 82. Walther, 85. Sieberg bei 93 Teilnehmern.)
Beim WCSC führte nach dem ersten Tag Ram Soffer aus Israel vor Arno Zude; in der Mannschaftswertung lag Titelverteidiger Großbritannien vor Israel und Polen. Nachdem Soffer bereits bei den Hilfsmatts weit zurückgefallen war, konnte sich hier letztlich Titelverteidiger Piotr Murdzia knapp vor Jorma Paavilainen aus Finnland durchsetzen. Dritter wurde nach verpatztem Start noch John Nunn (GB), der bei besserer Zeit punktgleich vor Arno Zude landete. In der Mannschaftswertung siegte Großbritannien vor Polen, das sich den Luxus leistete, ihren zweitbesten Löser nicht in der Mannschaft zu haben. Dritter wurde Israel knapp vor der deutschen Mannschaft. Positiv aus deutscher Sicht war das gute Abschneiden von Volker Gülke als Einzellöser, der auf Platz 19 zweitbester Deutscher war und etliche Titelträger hinter sich ließ.
Seine starkes Auftreten in Wageningen konnte Arno Zude dann mit dem Sieg in der Solvingshow krönen, wo er im Finale dem Japaner Wakashima mit 4:0 keine Chance ließ. (ASt)

Team- Einzel-Resultate

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No. Team-Resultate #2 #3 Endgames H# #n S# Total
points time points time points time points time points time points time points time
  max (indiv.) 15 20 15 60 15 100 15 50 15 80 15 50 90 360
max (team) 30 40 30 120 30 200 30 100 30 160 30 100 180 720
x1 GREAT BRITAIN 20 40 29,25 120 20 173 25 74 30 112 23,75 100 148,00 619
3 John Nunn 5 20 14,25 60 10 73 15 24 15 45 13,75 50 73,00 272
14 Jonathan Mestel 10 20 8 60 6 100 10 50 15 67 10 50 59,00 347
10 Colin McNab 10 20 15 60 10 100 10 50 7 80 10 50 62,00 360
x2 POLAND 30 40 19 120 16 200 30 89 25 121 26,25 100 146,25 670
1 Piotr Murdzia 15 20 10 60 10 100 15 44 15 41 13,75 50 78,75 315
31 Bogusz Piliczewski 15 20 9 60 2 100 7,5 50 8 80 10 50 51,50 360
8 Zbigniew Szczep 15 20 5 60 6 100 15 45 10 80 12,5 50 63,50 355
x3 ISRAEL 25 40 25 120 25 198 25 78 18 160 21,25 100 139,25 696
9 Ram Soffer 10 20 15 60 15 100 7,5 50 5 80 10 50 62,50 360
17 Ofer Comay 15 20 5 60 10 98 10 50 8 80 10 50 58,00 358
23 Mark Erenburg 10 20 10 60 0 100 15 28 10 80 11,25 50 56,25 338
x4 GERMANY 25 38 18,5 120 23 200 30 52 20 160 22,5 100 139,00 670
25 Boris Tummes 5 20 5 60 10 100 15 21 10 80 10 50 55,00 331
4 Arno Zude 15 18 10 60 13 100 15 41 10 80 10 50 73,00 349
28 Michael Pfannkuche 10 20 8,5 60 1 100 15 31 5 80 12,5 50 52,00 341
x5 FINLAND 25 40 22,75 120 12 200 25 97 25 153 25 100 134,75 710
21 Joose Norri 10 20 10 60 6 100 10 50 12 73 8,75 50 56,75 353
2 Jorma Paavilainen 15 20 12,75 60 6 100 15 47 13 80 15 50 76,75 357
38 Harri Hurme 10 20 5 60 2 100 10 50 11 75 10 50 48,00 355
x6 SERBIA 30 35 20 94 14 200 22,5 75 26,5 114 20 100 133,00 618
24 Marjan Kovacevic 15 20 10 48 3 100 5 50 12,5 63 10 50 55,50 331
7 Miodrag Mladenovic 15 15 10 46 0 100 15 25 14 51 10 50 64,00 287
33 Bojan Vuckovic 15 20 10 60 11 100 7,5 50 5 80 2,5 50 51,00 360
x7 NETHERLANDS 30 40 14 120 8 200 25 86 18 160 23,75 98 118,75 704
19 Dolf Wissmann 15 20 3,5 60 6 100 10 50 9 80 13,75 48 57,25 358
13 Peter van den Heuvel 15 20 9 60 2 100 15 36 9 80 10 50 60,00 346
53 Dirk Borst 10 20 5 60 1 100 10 50 0 80 10 50 36,00 360
x8 RUSSIA 25 40 15 120 16 200 22,5 92 19 160 20 100 117,50 712
22 Anatoly Mukoseev 15 20 5 60 10 100 7,5 50 9 80 10 50 56,50 360
44 Andrey Selivanov 10 20 5 60 1 100 5 50 10 80 10 50 41,00 360
16 Alexandr Azhusin 10 20 10 60 6 100 15 42 8,5 80 8,75 50 58,25 352
x9 SLOVAKIA 25 40 11,5 120 7 200 25 86 25 125 20 98 113,50 669
52 Peter Gvozdják 10 20 0 60 2 100 5 50 10 45 10 48 37,00 323
11 Marek Kolcák 10 20 6,5 60 5 100 15 36 15 80 10 50 61,50 346
34 L'ubomir Sirán 15 20 5 60 2 100 10 50 9 75 8,75 50 49,75 355
10 ROMANIA 25 40 17,5 120 15 200 20 94 16 160 20 100 113,50 714
12 Vlaicu Crisan 15 20 6,5 60 10 100 15 44 5 80 10 50 61,50 354
53 Dinu-Ioan Nicula 5 20 8,5 60 5 100 2,5 50 5 80 10 50 36,00 360
39 Eric Huber 10 20 9 60 1 100 5 50 11 80 10 50 46,00 360
11 SWITZERLAND 20 40 15 120 3 200 25 72 18 124 21,25 100 102,25 656
32 Roland Baier 5 20 10 60 2 100 15 22 9 80 10 50 51,00 332
46 Martin Hoffmann 10 20 0 60 1 100 10 50 9 44 10 50 40,00 324
43 Thomas Maeder 10 20 5 60 1 100 5 50 9 80 11,25 50 41,25 360
12 UKRAINE 20 40 16,25 120 6 200 20 78 19 160 17,5 100 98,75 698
26 Valery Kopyl 10 20 10 60 0 100 15 28 10 80 8,75 50 53,75 338
60 Valery Semenenko 5 20 6,25 60 0 100 2,5 50 7 80 5 50 25,75 360
42 Viktor Melnichenko 10 20 5 60 6 100 5 50 9 80 8,75 50 43,75 360
13 FRANCE 20 38 16,25 120 6 185 25 72 14 160 15 100 96,25 675
20 Michel Caillaud 10 20 12,75 60 5 100 15 22 9 80 5 50 56,75 332
48 Pascal Wassong 10 18 3,5 60 1 85 10 50 5 80 10 50 39,50 343
14 BELARUS 25 40 14,25 120 2 177 20 100 14 160 20 100 95,25 697
49 Aleksandr Mikholap 15 20 5 60 1 77 2,5 50 5 80 10 50 38,50 337
35 Aleksandr Bulavka 10 20 9,25 60 1 100 12,5 50 7 80 10 50 49,75 360
57 Mikalai Sihnevich 5 20 3,5 60 1 100 7,5 50 7 80 10 50 34,00 360
15 GREECE 20 40 15 120 7 200 12,5 100 20 160 20 96 94,50 716
47 Kostas Prentos 10 20 4 60 1 100 5 50 10 80 10 50 40,00 360
37 Nikos Mendrinos 10 20 10 60 6 100 7,5 50 5 80 10 46 48,50 356
64 Ioannis Garoufalidis 5 20 5 60 0 100 2,5 50 10 80 0 50 22,50 360
16 BELGIUM 15 40 9 120 10 200 20 100 15 160 20 100 89,00 720
44 Eddy Van Beers 5 20 5 60 6 100 10 50 5 80 10 50 41,00 360
56 Andy Ooms 5 20 0 60 0 100 10 50 10 80 10 50 35,00 360
59 Marcel Van Herck 10 20 4 60 4 100 2,5 50 5 80 5 50 30,50 360
17 LITHUANIA 25 37 10 120 2 200 15 100 20 160 15 99 87,00 716
55 Vilimantus Satkus 15 20 0 60 0 100 5 50 10 80 5 49 35,00 359
30 Vidmantas Satkus 10 17 10 60 2 100 10 50 10 80 10 50 52,00 357
18 SLOVENIA 15 40 18,5 119 3 200 15 100 13 157 18,75 91 83,25 707
40 Marko Klasinc 10 20 8,5 60 3 100 10 50 5 80 8,75 50 45,25 360
51 Boris Ostruh 5 20 10 59 0 100 5 50 8 77 10 41 38,00 347
19 CZECH REPUBLIC 15 40 8,5 119 3 200 20 82 12 160 18,75 100 77,25 701
62 Milan Petras 5 20 4,5 59 2 100 5 50 0 80 8,75 50 25,25 359
29 Michal Dragoun 10 20 4 60 1 100 15 32 12 80 10 50 52,00 342
20 LATVIA 15 40 0 120 3 200 10 100 5 160 0 100 33,00 720
65 Ilja Ketris 10 20 0 60 2 100 6,25 50 0 80 0 50 18,25 360
66 Andrey Kalinin 5 20 0 60 1 100 3,75 50 5 80 0 50 14,75 360
- NETHERLANDS-2 30 40 15 113 2 133 10 100 15 97 18,75 100 90,75 583
- Johan de Boer 15 20 5 60 1 100 5 50 5 80 8,75 50 39,75 360
- Joost de Heer 10 20 5 53 1 33 2,5 50 5 17 7,5 50 31,00 223
- Hans Uitenbroek 15 20 10 60 1 100 5 50 10 80 10 50 51,00 360


No. Einzel-Resultate   #2 #3 Endgames H# #n S# Total
points time points time points time points time points time points time points time
max 15 20 15 60 15 100 15 50 15 80 15 50 90 360
x1 Piotr Murdzia POL 15 20 10 60 10 100 15 44 15 41 13,75 50 78,75 315
x2 Jorma Paavilainen FIN 15 20 12,75 60 6 100 15 47 13 80 15 50 76,75 357
x3 John Nunn GBR 5 20 14,25 60 10 73 15 24 15 45 13,75 50 73,00 272
x4 Arno Zude GER 15 18 10 60 13 100 15 41 10 80 10 50 73,00 349
x5 Vladimir Podinic SRB 10 20 14,25 58 10 100 10 50 10 80 12,5 50 66,75 358
x6 Jacek Stopa POL 15 20 10 60 10 100 10 50 10 80 10 50 65,00 360
x7 Miodrag Mladenovic SRB 15 15 10 46 0 100 15 25 14 51 10 50 64,00 287
x8 Zbigniew Szczep POL 15 20 5 60 6 100 15 45 10 80 12,5 50 63,50 355
x9 Ram Soffer ISR 10 20 15 60 15 100 7,5 50 5 80 10 50 62,50 360
10 Colin McNab GBR 10 20 15 60 10 100 10 50 7 80 10 50 62,00 360
11 Marek Kolcák SVK 10 20 6,5 60 5 100 15 36 15 80 10 50 61,50 346
12 Vlaicu Crisan ROM 15 20 6,5 60 10 100 15 44 5 80 10 50 61,50 354
13 Peter van den Heuvel NLD 15 20 9 60 2 100 15 36 9 80 10 50 60,00 346
14 Jonathan Mestel GBR 10 20 8 60 6 100 10 50 15 67 10 50 59,00 347
15 Tadashi Wakashima JAP 15 20 10 60 3 100 10 50 11 70 10 50 59,00 350
16 Alexandr Azhusin RUS 10 20 10 60 6 100 15 42 8,5 80 8,75 50 58,25 352
17 Ofer Comay ISR 15 20 5 60 10 98 10 50 8 80 10 50 58,00 358
18 Volker Gülke GER 15 20 8,5 60 1 100 10 50 9 74 13,75 50 57,25 354
19 Dolf Wissmann NLD 15 20 3,5 60 6 100 10 50 9 80 13,75 48 57,25 358
20 Michel Caillaud FRA 10 20 12,75 60 5 100 15 22 9 80 5 50 56,75 332
21 Joose Norri FIN 10 20 10 60 6 100 10 50 12 73 8,75 50 56,75 353
22 Anatoly Mukoseev RUS 15 20 5 60 10 100 7,5 50 9 80 10 50 56,50 360
23 Mark Erenburg ISR 10 20 10 60 0 100 15 28 10 80 11,25 50 56,25 338
24 Marjan Kovacevic SRB 15 20 10 48 3 100 5 50 12,5 63 10 50 55,50 331
25 Boris Tummes GER 5 20 5 60 10 100 15 21 10 80 10 50 55,00 331
26 Valery Kopyl UKR 10 20 10 60 0 100 15 28 10 80 8,75 50 53,75 338
27 Kari Karhunen FIN 10 20 5 60 8 100 15 45 5 80 10 50 53,00 355
28 Michael Pfannkuche GER 10 20 8,5 60 1 100 15 31 5 80 12,5 50 52,00 341
29 Michal Dragoun CZE 10 20 4 60 1 100 15 32 12 80 10 50 52,00 342
30 Vidmantas Satkus LIT 10 17 10 60 2 100 10 50 10 80 10 50 52,00 357
31 Bogusz Piliczewski POL 15 20 9 60 2 100 7,5 50 8 80 10 50 51,50 360
32 Roland Baier SWI 5 20 10 60 2 100 15 22 9 80 10 50 51,00 332
33 Bojan Vuckovic SRB 15 20 10 60 11 100 7,5 50 5 80 2,5 50 51,00 360
34 L'ubomir Sirán SVK 15 20 5 60 2 100 10 50 9 75 8,75 50 49,75 355
35 Aleksandr Bulavka BLR 10 20 9,25 60 1 100 12,5 50 7 80 10 50 49,75 360
36 David Friedgood GBR 15 20 5 60 6 100 10 50 4 80 8,75 50 48,75 360
37 Nikos Mendrinos GRE 10 20 10 60 6 100 7,5 50 5 80 10 46 48,50 356
38 Harri Hurme FIN 10 20 5 60 2 100 10 50 11 75 10 50 48,00 355
39 Eric Huber ROM 10 20 9 60 1 100 5 50 11 80 10 50 46,00 360
40 Marko Klasinc SLO 10 20 8,5 60 3 100 10 50 5 80 8,75 50 45,25 360
41 Jacques Rotenberg ISR 5 20 5 60 1 100 10 50 14 74 8,75 50 43,75 354
42 Viktor Melnichenko UKR 10 20 5 60 6 100 5 50 9 80 8,75 50 43,75 360
43 Thomas Maeder SWI 10 20 5 60 1 100 5 50 9 80 11,25 50 41,25 360
44 Andrey Selivanov RUS 10 20 5 60 1 100 5 50 10 80 10 50 41,00 360
  Eddy Van Beers BEL 5 20 5 60 6 100 10 50 5 80 10 50 41,00 360
46 Martin Hoffmann SWI 10 20 0 60 1 100 10 50 9 44 10 50 40,00 324
47 Kostas Prentos GRE 10 20 4 60 1 100 5 50 10 80 10 50 40,00 360
48 Pascal Wassong FRA 10 18 3,5 60 1 85 10 50 5 80 10 50 39,50 343
49 Aleksandr Mikholap BLR 15 20 5 60 1 77 2,5 50 5 80 10 50 38,50 337
50 Harry Fougiaxis GRE 10 20 7 60 0 100 2,5 50 9 80 10 42 38,50 352
51 Boris Ostruh SLO 5 20 10 59 0 100 5 50 8 77 10 41 38,00 347
52 Peter Gvozdják SVK 10 20 0 60 2 100 5 50 10 45 10 48 37,00 323
53 Dirk Borst NLD 10 20 5 60 1 100 10 50 0 80 10 50 36,00 360
  Dinu-Ioan Nicula ROM 5 20 8,5 60 5 100 2,5 50 5 80 10 50 36,00 360
55 Vilimantus Satkus LIT 15 20 0 60 0 100 5 50 10 80 5 49 35,00 359
56 Andy Ooms BEL 5 20 0 60 0 100 10 50 10 80 10 50 35,00 360
57 Mikalai Sihnevich BLR 5 20 3,5 60 1 100 7,5 50 7 80 10 50 34,00 360
58 Margus Sööt EST 5 20 5 60 9 100 5 50 5 80 2,5 50 31,50 360
59 Marcel Van Herck BEL 10 20 4 60 4 100 2,5 50 5 80 5 50 30,50 360
60 Valery Semenenko UKR 5 20 6,25 60 0 100 2,5 50 7 80 5 50 25,75 360
61 Aleksandr Semenenko UKR 10 20 3,25 60 1 100 2,5 50 5 80 3,75 50 25,50 360
62 Milan Petras CZE 5 20 4,5 59 2 100 5 50 0 80 8,75 50 25,25 359
63 Milan Svrcek SVK 5 20 0 60 0 100 5 50 5 80 10 50 25,00 360
64 Ioannis Garoufalidis GRE 5 20 5 60 0 100 2,5 50 10 80 0 50 22,50 360
65 Ilja Ketris LVA 10 20 0 60 2 100 6,25 50 0 80 0 50 18,25 360
66 Andrey Kalinin LVA 5 20 0 60 1 100 3,75 50 5 80 0 50 14,75 360
67 Dzhemal Makhatadze GEO 5 20 0 60 3 100 5 50 0 80 0 50 13,00 360
68 Delia Monica Duca ROM 5 20 0 60 0 100 2,5 50 0 80 0 50 7,50 360
- Hans Uitenbroek NLD 15 20 10 60 1 100 5 50 10 80 10 50 51,00 360
- Johan de Boer NLD 15 20 5 60 1 100 5 50 5 80 8,75 50 39,75 360
- Joost de Heer NLD 10 20 5 53 1 33 2,5 50 5 17 7,5 50 31,00 223

Buchbesprechungen

Heft 220, August 2006

Buchbesprechungen
X
EG - Volume XI (in englischer Sprache, Niederlande 2006, ARVES, 565 Seiten, geb., 40, - Euro incl. Porto, zu bestellen bei bernd ellinghoven, Königstraße 3, D-52064 Aachen, be.fee@t-online.de) – Seit nunmehr 41 Jahren erscheint vierteljährlich die Zeitschrift EG (sprich Ih-Dschih) mit dem Anspruch, umfassend über alle Aspekte der Schachstudie zu informieren. Den Kern jeder Ausgabe bildet der Abdruck aller weltweit verfügbaren Preisberichte. Allerdings ist EG nie ein Magazin wie jedes andere gewesen, und seine Geschichte ist voller Merkwürdigkeiten. So konnte es Ende der 70er Jahre durchaus passieren, dass man länger als ein halbes Jahr auf eine Ausgabe warten musste, und plötzlich flatterten innerhalb von 5 Monaten 4 Hefte ins Haus. Seitdem EG 1987 von der holländischen ARVES (Alexander-Rueb-Vereinigung für Endspielstudien) übernommen wurde und die redaktionelle Arbeit nicht mehr allein auf den Schultern des Gründers John Roycroft liegt, ist jedoch mehr Konstanz eingekehrt.
In den letzten Jahren türmte sich aber ein neues Problem auf: EG kam mit dem Drucken der Preisberichte und Artikel nicht mehr nach, und der ständig wachsende Rückstau machte schließlich drastische Maßnahmen erforderlich. ARVES produziert in jedem Jahr ein hochwertiges ,Book of the year"; was lag also näher, als eine Sonderausgabe von EG in Buchform herauszugeben?
Und so liegt jetzt EG - Volume XI vor uns: ein Werk von 565 Seiten in dottergelbem festen Einband, mit 1326 Diagrammen (darunter 1201 Studien aus Preisberichten), 21 Artikeln, zahlreichen eingestreuten Fotos und Karikaturen, sowie einem guten Inhaltsverzeichnis. Ein echter Wälzer also, aber das Buch liegt angenehm in der Hand, und das klare und übersichtliche Layout (gedruckt von bernd ellinghoven) lädt zum Lesen ein.
Den Hauptinhalt des Bandes stellen die 128 Preisberichte dar; die meisten aus der Zeit nach der Jahrtausendwende, aber hier und da wurden auch ein paar historische Lücken geschlossen, wie bei der 4. All-Russischen Meisterschaft 1966. Die Quellen sind vielfältig: neben den bekannten jährlichen Turnieren (wie The Problemist, Tidskrift för Schack, Israelisches Ring-Turnier ...) sowie zahlreichen Jubiläums- und Gedenkturnieren finden sich auch Preisberichte exotischer Herkunft wie Dzvin Chernobyl'a oder Shkatulka Zabaikal.
Die durchweg lesenswerten Artikel decken ein breites Spektrum an Themen und Standpunkten ab, und neben Kompositionstechnischem findet sich auch Historisches und Persönliches. Eine kleine Blütenlese: Yochanan Afek, „Geburtswehen einer Studie"; Marc Bourzutschky & Yakov Konoval, „7-steinige Endspieldatenbanken"; Gady Costeff, „Wie ich ein großer Komponist wurde", eine humoristische Betrachtung seiner Karriere als Problemkomponist; John Nunn, „Endspielstudien – eine Übung in Frustration?', hier schreibt sich der Großmeister seinen Frust von der Seele; John Roycroft, „Subjektive Höhepunkte eines nicht sehr ereignisreichen Lebens".
Es ist für den Interessierten heutzutage schwer, sich ein ausgewogenes Bild vom Geschehen im Bereich der Endspielstudie zu verschaffen – ein Schwalbe-Leset bekommt gerade einmal 20 Aufgaben pro Jahr zu Gesicht; woanders sind es noch weniger. Dieser Band bietet die einmalige Chance, einen umfassenden und ungefilterten Blick auf die Welt der Studie zu werfen: hier lernt man alle zeitgenössischen Komponisten kennen, die überragenden ebenso wie die durchschnittlichen; große Turniere finden sich neben kleinen; Meisterwerke neben Alltäglichem oder Kuriosem; man lernt den Jargon der Studienwelt kennen sowie die Fragen, mit denen sich die Komponisten beschäftigen. Wer tiefer einsteigt, wird auch einige Trends bemerken, z.B. den wachsenden Einfluss der Endspieldatenbanken, oder die steigende taktische Komplexität vieler Spitzenstudien. Wie gesagt, diese Chance ist einmalig. Also greifen Sie zu!

1 Yochanan Afek
The Problemist 1996–97
3. Ehrende Erwähnung
2 Jarl Ulrichsen
EBUR 2002
1. Preis
Remis (4+3) Gewinn (4+4)
Es folgen zwei Kostproben aus dem Buch: 1: 1.Ta7! (Nach 1.e7? f1D 2.e8D Dh3+ 3.Kg7 Tg1+ dringt der schwarze Angriff durch.) Td8+! (1.– f1D 2.Th7+ Kg2 3.Tg7+ führt zu ewigem Schach, da die f-Linie für den König tabu ist.) 2.Lf8!! T:f8+ 3.Kg7 f1D (Unfassbar, dass Weiß sich hier retten kann, aber ...) 4.Tf7!! De2 (4.– T:f7 5,e:f7 remis) 5.K:f8 D:e6 (Es gibt nichts Besseres, aber nun ist eine bekannte Remisposition entstanden.) 6.Th7+ Kg2 7.Tg7+ Kf3 8.TF7+ Kg4 Die e-Linie ist tabu.
9.Tg7+ Kh5 10.Th7+ Kg5 (10.– Kg6 11.Th6+ K:h6 patt) 11.Tg7+ Kh6 12.Th7+ Kg5 (12.– K:h7 patt) 13.Tg7+ Kf6 14.Tg6+ K:g6 patt.
2: 1.Ld6+ Ka7 (1.– Kc8 2.T:h8+ Kd7 3.Th7+ Kc6 4.Tc7+ Kb6 5.Tc4; oder 1.– Ka8 2.T:h8+ Ka7 3.Lb8+ Ka6 4.Th6+ b6 5.Lc7; jeweils mit Gewinn) 2.Lc5+ b6 3.T:b6 (Und nun?) Th5! 4.Lg1! Ta5+!! 5.K:a5 Ka8 (Wie kann Weiß nun das Patt aufheben?) 6.Ta6+ Kb7 7.La7!! b1D 8.Tb6+ mit Gewinn. J.Fleck

Herbert Ahues Meine besten Schachprobleme – 750 ausgewählte Zweizüger und 4 Dreizüger Kühn †-Murkisch-Serie 34, Nightrider Unlimited, Treuenhagen 2006, 264 Seiten, kart. (18 EUR) und geb. (24 EUR), zu beziehen von Godehard Murkisch (e-mail: murchess@gmx.de), Herbartweg 3, 37083 Göttingen. – Der ,Ahues" erschien 1988 als einer der ersten Bände der Kuhn-Murkisch-Serie. Seit einiger Zeit war er vergriffen, und es erschien dem Herausgeber reizvoll, eine zweite verbesserte und um die Kompositionszeit nach 1987 erweiterte Auflage herauszubringen. Der inzwischen 84jährige Bremer Großmeister ließ sich schließlich dazu überreden, die jetzt vorliegende, um etwa 160 Aufgaben erweiterte Neuauflage in Angriff zu nehmen. Seiner breiten Fan-Gemeinde wird die aktualisierte und in einigen Teilen auch korrigierte Neuauflage sicher erfreuen. Interessenten sollten sich angesichts der kleinen Auflage möglichst bald ihr Exemplar sichern – es lohnt sich allemal! (GüBü)

Wolfgang Dittmann Der Blick zurück – Eine Einführung in die Retroanalyse – Mit einer Auswahl eigener Aufgaben Editions feenschach-phenix Band 11, Aachen 2006, 501 Seiten, geb. 40,- EUR, zu beziehen vom Herausgeber bernd ellinghoven (Adresse siehe Impressum). – Ursprünglich „nur" als Auswahl des Schaffens dieses herausragenden Retro-Komponisten konzipiert, ist das gerade erschienene, glänzend geschriebene Buch schließlich zu einer wahren „Retro-Bibel" geworden, in der alle Retro-Genres ausführlich vorgestellt und diskutiert werden. Ein unbedingtes MUSS für jeden, der auch nur gelegentlich in die Retroecke schaut und eine dringende Empfehlung für alle, die das bisher versäumt haben! Höchster Genuss beim Studium kann garantiert werden! Eine ausführliche Rezension folgt in einem der nächsten Hefte. (GüBü)

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