Bericht Löseturniere Belgrad 2016

Traditionell begannen die Löseturniere mit dem Open, das eine Rekordzahl von 119 Lösern sah. Auch die Schwierigkeit der Aufgaben (vom Berichterstatter ausgesucht) war rekordverdächtig, sodass schon 40 (von 60 möglichen) Punkte zum Platz auf dem Podium und 30 Punkte für einen Top-20-Platz reichen sollten. Klarer Sieger wurde der aktuelle Löseweltmeister Kacper Piorun (POL) vor Vladimir Podinic (SRB) und Ofer Comay (ISR). Bester Deutscher wurde Arno Zude auf Platz 5.

Das Open-Turnier war gleichzeitig auch der letzte Wettbewerb im erstmalig ausgetragenen Weltcup für Löser (WSC). Auch hier belegte Arno den 5. Platz. Sieger des WSC wurde Eddy Van Beers (BEL) vor Abdelaziz Onkoud (MAR) und Martynas Limontas (LTU).

Beim 40. WCSC waren die Aufgaben, die Brian Stephenson (GBR) bei seinem letzten Auftritt als Turnierleiter ausgesucht hatte, dann eher zu leicht. Die Frage nach dem Titel bei den Mannschaften war frühzeitig beantwortet, da sich die Polen schnell absetzten und nie in Gefahr gerieten. So war der 8. Mannschaftstitel in Folge ungefährdet. Überraschender Zweiter wurde Litauen knapp vor den Gastgebern. Die deutsche Mannschaft belegte Platz 5 hinter Großbritannien. In der Einzelwertung lieferten sich die polnischen Spitzenlöser Piorun und Murdzia ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das letztlich bei Punktgleichheit der Titelverteidiger Piorun mit einer Minute weniger Bedenkzeit für sich entschied. Damit gewann er seinen vierten Einzeltitel und den dritten in Folge. Den dritten Platz belegte Marjan Kovacevic (SRB) knapp vor Eddy Van Beers (BEL). Marjan, der als einziger Löser alle 40 WCSC mitgemacht hat - seine erste mit 19 Jahren, schaffte damit erstmals seit 1991 wieder den Sprung aufs Treppchen. Vor drei Jahren hatte er das noch knapp verpasst, weil er den s#2 falsch gelöst hatte. Bemerkenswert war dieser Erfolg auch deshalb, weil er stark in die Organisation des Kongresses eingebunden war.

Bester deutscher Löser beim WCSC war auf Platz 12 Silvio Baier knapp vor Boris Tummes (14.) und Arno Zude (17.). Für Silvio war seine erste WM ein voller Erfolg, womit er sein gutes Abschneiden bei der DLM bestätigen konnte. In beiden Turnieren in Belgrad belegte er Platz 12 und schaffte beide Male eine IM-Norm. Damit wurde ihm dieser Titel schon in Belgrad verliehen - daneben erhielt er auch noch der Titel eines FM im Komponieren - und in der nächsten Weltrangliste zum 1.10. wird er vermutlich zu den 10 besten Lösern gehören.

Alle Ergebnisse unter www.wfcc.ch.

Axel Steinbrinck
10.08.2016


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